13.12.2011

Es kriselt beim Vizemeister Berlin Volleys

Vorm CEV-Cup wird über Neueinkäufe nachgedacht

Noch ist nicht Weihnachten - doch bei den BR Volleys brennt schon der Baum, nicht lichterloh, aber es reicht. Nachdem eines der Saisonziele - das deutsche Pokalfinale - auch im siebenten Anlauf mit 0:3 im Viertelfinale beim dreifachen Cupgewinner Haching geplatzt ist, bleibt Berlins Volleyballern nur noch die deutsche Meisterschaft, um sich einen Finaltraum zu erfüllen. Aber auch im Titelkampf wurden dem Vizemeister, der sich zu Saisonbeginn erheblich verstärkt hatte, bislang die sportlichen Grenzen aufgezeigt: 1:3 beim Rekordmeister Friedrichshafen, 0:3 zu Hause gegen Haching.

Droht nun die nächste Pleite, wenn die Berliner heute in der Max-Schmeling-Halle (19.30 Uhr) im Achtelfinalhinspiel des CEV-Cups auf den türkischen Spitzenklub Istanbul BBSK treffen? Der hatte in diesem europäischen Cupwettbewerb immerhin Spaniens Spitzenteam, den Supercupgewinner Unicaja Almeria, ausgeschaltet. Es muss also ein Heimsieg her, um nach dem Rückspiel (21. Dezember) nicht wieder mit leeren Händen dazustehen.

»Die sportliche Ausbeute ist bisher nicht so erfreulich«, beklagt Manager Kaweh Niroomand, wohl wissend natürlich, dass der Umbau seines Teams auf mindestens sechs Positionen nicht reibungslos verlaufen konnte und andere Favoritenteams »harmonischer und eingespielter« sind. Zwar gab es zuletzt beim Pokal-K.o. eine »positive Entwicklung bei den Spielern, auf die wir auch gesetzt haben, aber wir müssen unbedingt unsere Annahme stabilisieren«, sagt Niroomand und kündigt Handlungsbedarf an. So werde er sich nach einer Verstärkung umsehen. Denn vor allem die Neueinkäufe mit dem Finnen Urvo Sivula, dem Kroaten Roko Sikiric und dem Argentinier Pablo Bengolea haben die Erwartungen bislang nicht erfüllt.

Nach den »Spielregeln« kann noch bis Jahresende ein deutscher und bis Ende Januar ein ausländischer Spieler verpflichtet werden. Für die Volleys ist es trotz des Saisonetats von erstmals über eine Million Euro ein finanzieller Kraftakt, und so reich gesegnet mit Topspielern ist der Markt zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht.

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