Fabian Lambeck 31.12.2011 / Inland

Mehr als 100 000 weggezaubert

Statistik-Tricks: Langzeitarbeitslose über 58 werden nicht mehr mitgezählt

Eine parlamentarische Anfrage der Grünen hat ergeben, dass die Bundesregierung mehr als 100 000 ältere Arbeitslose einfach aus der Statistik verschwinden lässt. Nun ist die Aufregung groß. Dabei ist das Herausrechnen der Älteren bei weitem nicht die einzige Methode, um die Erwerbslosenstatistik zu frisieren.

Erwischt: Eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion ergab, dass die Bundesregierung die offizielle Arbeitslosenstatistik aufhübscht, indem sie eine ganze Betroffenengruppe quasi versteckt. Wie die »Süddeutsche Zeitung« am Freitag berichtete, hätte die Antwort der Bundesregierung ergeben, dass etwa 105 000 ältere Menschen bei der Bundesagentur für Arbeit registriert sind, ohne in der Erwerbslosenstatistik aufzutauchen.

Würde man die Betroffenen in die Arbeitslosenquote der Bevölkerungsgruppe zwischen 55 und 64 Jahren einbeziehen, stiege die Rate von 8,0 auf 9,7 Prozent. Damit wäre beinahe jeder Zehnte in dieser Altersgruppe arbeitslos.

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