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Tausende Ägypter versammeln sich in Silvesternacht auf Tahrir-Platz

Konzert in Gedenken an Opfer von Massenprotesten

Kairo, 1. Januar (AFP) - Tausende Ägypter haben sich in der Silvesternacht auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der Hauptstadt Kairo versammelt, um das Jahr der Revolte ausklingen zu lassen. »Wir sind hier, um das neue Jahr gemeinsam zu begrüßen, Christen und Muslime«, sagte eine Frau, die eine ägyptische Fahne hochhielt. »Hier hat die Revolution begonnen und hier wird sie weitergehen«, sagte ein anderer Teilnehmer.

Zum Gedenken an die Menschen, die bei der Niederschlagung der Proteste im vergangenen Jahr auf dem Tahrir-Platz getötet worden waren, fand ein großes Konzert statt. Einige Menschen trugen Fotos von Opfern bei sich, andere hielten Kerzen in den Händen. Ballons in den Farben der ägyptischen Flagge - Schwarz, Weiß und Rot - stiegen begleitet von christlichen und muslimischen Gesängen zum Himmel auf.

Auf dem zentralen Platz in Kairo hatten Anfang 2011 Massendemonstrationen der ägyptischen Demokratiebewegung stattgefunden, die im Februar zum Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak führten. Aber auch in den vergangenen Monaten war der Tahrir-Platz wieder Schauplatz von Protesten, die sich diesmal gegen den nun herrschenden Militärrat richteten. Erneut gingen Sicherheitskräfte mit aller Härte gegen Demonstranten vor.

In den vergangenen Monaten gab es zudem vermehrt Angriffe auf Angehörige der christlichen Minderheit in Ägypten. Erst am Samstag zündeten Muslime in drei Dörfern Häuser von Christen an. Der Vorsitzende des Militärrats, Hussein Tantawi, rief seine Landsleute am Freitag zur Ruhe auf und kündigte an, dass die Armee rund um die koptische Weihnachtsfeier am 7. Januar die Sicherheitsvorkehrungen an deren Kirchen verstärken werde.

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5 Kommentare zu diesem Artikel

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  • Ani-metaber, 01. Jan 2012 15:49

    Das Land braucht Arbeit und Brot

    was macht da die Konrad Adenauer Stiftung in dem Land, die bundesdeutsche Außenpolitik gar die USA, die das Militär in Ägypten finanziert, soweit es dies nicht selbst durch Beherrschung des privatwirtschaftlichen Betriebes zumindest für die Führungsetagen leistet.

    Als Speerspitze für was ist da die mitdurchsuchte Konrad Adenauer Stiftung tätig?

    • Permalink

  • Berndchen, 01. Jan 2012 16:24

    Re: Das Land braucht Arbeit und Brot

    Als alter Schlapphut würde ich sagen, Konnis Stiftung dient als legale Residentur.

    • Permalink

  • Ani-metaber, 01. Jan 2012 17:30

    Re: Re: Das Land braucht Arbeit und Brot

    Nun, man könnte mir ja das Suchen ersparen und schildern, ob diese Stiftung hilft den vielen Ägyptern den Strom für Kühlschrank, Radio und Waschmaschine durch Wind- und Solarenergie zu bringen, was wohl trotz des Assuanstaudamms erforderlich ist,
    ob diese Stiftung hilft Abwassersammlung und -reinigung aufzustellen oder nur im Sinn hat, den bundesdeutschen Markt mit wasserwegtransportierenden Frühkartoffeln – manchmal schon zu Weihnachten – zu fluten, damit bei uns noch mehr Landschaft betoniert und asphaltiert werden kann.

    Und als "Verbraucher" interessiert mich natürlich auch, warum getrocknete köstliche Datteln teurer als blöde Gummibärchen sein müssen.

    • Permalink

  • Berndchen, 01. Jan 2012 18:33

    Re: Re: Re: Das Land braucht Arbeit und Brot

    Das Verteilen billiger Handys an die "Rebellen" in Arabien, damit diese anonym möglichst viele verwackelte Greuelclips ins Internet stellen können, passt nach meinem Dafürhalten vielleicht besser zu diesem Verein...
    (EU-mäßig ist ja jetzt olle Gutti mit sowas beauftragt...)

    • Permalink

  • Ani-metaber, 01. Jan 2012 19:09

    Re: Re: Re: Re: Das Land braucht Arbeit und Brot

    Wackelbild-Handys machen auch den israelischen Machthabern Probleme, die Annahme, die könnten von der K-A-Stiftung verteilt worden sein, konnte ich noch nicht lesen, eher kamen da „NGO“s ins Gerede, die man versuchte per Gesetz von ausländischer Unterstützung zu „befreien“.

    In Syrien hatte ich dahingegen in Erinnerung, die BRD könnte die Stellen die evtl. fürs verteilen solcher Handys in Frage gekommen wären, zur Unzeit aus dem Land abberufen haben.
    Bei alledem scheint aber sicher, dass die Bilder vielleicht aus dem Zusammenhang gerissen sein könnten, aber kaum von Warner-Bros oder anderen Hollywoodfirmen als Massenszenen gestellt wurden.
    Die Gräuel scheinen also nicht gestellt zu sein.
    Und man sollte nicht verkennen, dass der Niedergang von Nokia auch darauf zurückzuführen sein soll, dass sie den Trend zu billigen Handys in Asien verschlafen hätten - sollen sogar preiswert mit Solarenergie funktionieren.
    .
    Aber es bringt mir in Erinnerung, dass Caesar seiner Geliebten Kleopatra umfangreiche Dattel-Plantagen am Toten-Meer hat zukommen lassen sollen – im Vergleich dazu scheint dieser Landstrich ökologisch betrachtet mittlerweile ganz schön heruntergekommen zu sein – doch scheint weder das Wirtschafts- noch das Außenministerium meine Vorliebe für Datteln zu teilen.

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