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Von Gabi Kotlenko 02.01.2012 / Sport

»Wieder ein kleines Schrittchen nach vorn«

Die BR Volleys gehen mit einem klaren Sieg in das neue Jahr

Das alte Jahr endete für die BR Volleys sehr versöhnlich. Und die letzten Dezember-Spiele machen auch viel Mut für das neue Jahr. Im Achtelfinale des europäischen CEV-Cups wurde mit zwei starken Vorstellungen Istanbul BBSK ausgeschaltet. Dazwischen gab es die Revanche für die Saisonauftaktpleite mit dem Sieg in Düren.

Im letzten Bundesligaspiel des vergangenen Jahres machten die Berliner am Freitagabend vor 3078 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle gegen erschreckend schwache Rottenburger in nur 66 Minuten kurzen Prozess und festigten damit Tabellenplatz drei. 3:0 (25:15, 25:14, 25:14) hieß es zum Schluss. Nicht ein einziges Mal im gesamten Spiel geriet das Team von Trainer Mark Lebedew in Rückstand. Um jeden Ball wurde hart gekämpft. Beide Mannschaften trafen in der Bundesliga bislang zwölf Mal aufeinander. Elf Mal gingen die Berliner als Sieger vom Parkett. Die einzige Pleite gab es ausgerechnet vor fast genau zwei Jahren in der Max-Schmeling-Halle.

Der TV Rottenburg war mit großen Ambitionen in die Saison gegangen. Die Play offs wurden als Ziel ausgegeben. Doch die Mannschaft von Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger, mit der zahlreiche Fans angereist waren, spielte eher wie ein Abstiegskandidat. Obwohl das Team sich erst Anfang Dezember mit Falko Steinke, der nach nur wenigen Monaten aus Bottrop zurückkehrte, verstärkte. Steinke gehörte in der vergangenen Saison zu den erfolgreichsten Angreifern der Liga. Doch auch er war an dem Abend gegen starke Berliner einfach machtlos.

Berlins Manager Kaweh Niroomand wirkte entspannt wie nicht so oft in den letzten Monaten. »Das war wieder ein kleines Schrittchen nach vorn. Wir haben ganz ordentlich gespielt«, stapelte er etwas tief. »Mit einer sehr stabilen Annahme. Da haben wir kaum Fehler gemacht. Und Kawika Shoji hat die Bälle sehr gut verteilt.« Besonders lobende Worte fand er für den Kroaten Roko Sikiric. »Über Sikiric freue ich mich sehr. Er hat lange unter Verletzungen gelitten und heute sehr stabil gespielt.«

Auch Mittelblocker Felix Fischer ging zufrieden vom Feld. »Das Ergebnis war gut für das Selbstbewusstsein. Doch der Gegner war schwächer als erwartet. Die haben zu viel rotiert. Doch was kümmert uns das, wenn wir 3:0 gewinnen. Doch ein bisschen mehr Druck durch den Gegner wäre besser. Wir dürfen jetzt so wenig Sätze wie möglich abgeben, um an Friedrichshafen dranzubleiben.«

Tabellenführer Generali Haching verteidigte mit einem deutlichen 3:0-Sieg gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen die Spitze und ist mit nun 24:0 Punkten weiter ungeschlagen. Die Netzhoppers konnten dennoch den vierten Platz halten, da Bühl gegen Friedrichshafen 0:3 verlor.

Bereits am Mittwoch gibt es in der Max-Schmeling-Halle das nächste Bundesligaspiel gegen den VC Gotha. Die Thüringer gewannen gegen Schlusslicht Bottrop klar mit 3:0. Und am 19. Januar steigt dann in Berlin das Rückspiel (Hinspiel am 12. Januar) im Viertelfinale des CEV-Cups gegen den italienischen Spitzenklub Aqua Paradiso Monza. »Das wird eine härtere Nuss als Istanbul«, meint Felix Fischer.

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