Frankfurt am Main (AFP/nd). Die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) deponierten kurzfristigen Bankgelder haben fast wieder ihre Rekordsumme erreicht. Kredithäuser lagerten von Montag auf Dienstag 446,3 Milliarden Euro bei der Notenbank ein, wie die EZB am Dienstag mitteilte. Das waren nur rund sechs Milliarden Euro weniger als am vergangenen Mittwoch, als die Einlagen mit 452 Milliarden Euro ihren bisherigen Höchststand erreicht hatten. Vor dem Weihnachtsfest hatten die Einlagen zuvor erstmals die Marke von 400 Milliarden Euro überschritten.
Ebenfalls am Dienstag präsentierte die EZB den Belgier Peter Praet als neuen Chefvolkswirt. Damit wurden deutsche Hoffnungen enttäuscht: Zuvor galten der Deutsche Jörg Asmussen und der Franzose Benoît Coeuré als aussichtsreichste Kandidaten.
Praet ist der erste Belgier auf diesem Spitzenposten: Seit Gründung der EZB hatten nur Deutsche das Amt bekleidet. Der 62-jährige Währungsfachmann Praet tritt die Nachfolge von Jürgen Stark an, der den Posten aus Protest gegen die Staatsanleihenkäufe der EZB geräumt hatte.
Aktuelle Ausgabe: 23.05.2012
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