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Kein Vorbild

Kommentar von Reimar Paul

Eine Umweltkatastrophe gewaltigen Ausmaßes bahnt sich im südöstlichen Niedersachsen an. Im ehemaligen Salzbergwerk Asse strahlt ein Brei aus korrodierten Fassresten, Salzlauge und Giftmüll - 102 Tonnen radioaktives Uran, 87 Tonnen strahlendes Thorium, 28 Kilogramm Plutonium und 500 Kilogramm extrem giftiges Arsen wurden unter Tage eingelagert.

2009 hat das Bundesamt für Strahlenschutz die Bergung der Abfälle als einzig sichere Möglichkeit angekündigt. Ein ambitioniertes Vorhaben, gewiss. Mit dem Herausholen wäre es zudem nicht getan: Ein oberirdisches Zwischenlager muss gebaut und eine dauerhafte Lagerstätte gefunden werden. Überall wäre der Müll besser aufgehoben als in dem löchrigen Bergwerk Asse. Doch mit der Zeit wuchsen die Bedenken. Starke Fraktionen in Ministerien und Behörden scheinen das Scheitern der Rückholung zu planen. Wohl auch aus Kostengründen: Drei bis vier Milliarden Euro soll die Rückholung mindestens kosten. Wer soll das bezahlen? Die Betreiber der AKW, von denen der größte Teil des Mülls stammt? Oder - schließlich firmierte die Asse lange Zeit als Forschungsbergwerk - die Steuerzahler? Manche Politiker wollen zudem keine Bilder von zerfressenen Atommüllfässern. Eine Bergung des Mülls könnte schließlich das Ende der Pläne für ein Endlager in Gorleben bedeuten. Die Asse galt hierfür lange Zeit als Pilotprojekt.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

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  • Berndchen, 04. Jan 2012 06:06

    Macht nix -

    lasst ihn dort, den ätzenden Brei. Er frisst sich durch die paar Meter bis zum Erdkern und verkocht dort.

    • Permalink

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