Moskau/Teheran (dpa/AFP/nd). Selbst wenn Teheran in der Zukunft Mittel- oder Langstreckenraketen entwickele, seien diese Angriffswaffen keinesfalls jederzeit einsatzbereit. Das erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau am Dienstag der Agentur Interfax.
Zuvor hatte Iran bei einem Manöver nach eigenen Angaben erfolgreich Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper getestet. Russland hatte vor Kurzem den ersten iranischen Atomreaktor fertiggestellt und ungeachtet von Sanktionen des Westens gegen die iranische Petroindustrie ein neues Ölprojekt beschlossen.
Unterdessen hat der iranische Armeechef Ataollah Salehi die USA davor gewarnt, einen ihrer Flugzeugträger zurück in den Golf zu schicken. Die amtliche Nachrichtenagentur Irna zitierte den General am Dienstag mit den Worten, Iran habe »nicht die Absicht, diese Warnung zu wiederholen«.
»Wir raten dem US-Flugzeugträger, der die Meerenge von Hormus durchfahren hat und sich jetzt im Golf von Oman befindet, nicht in den Persischen Golf zurückzukehren«, sagte Salehi laut der Internetseite der Armee. Der Generalstabschef Hassan Firusabadi kündigte an, dass die sogenannten Revolutionsgarden »bald« ihre eigenen Manöver in der Golfregion abhalten würden.
Zugleich drängte die iranische Führung auf eine rasche Wiederaufnahme der Atomgespräche mit der 5+1-Gruppe aus den fünf Vetomächten im UNO-Sicherheitsrat (USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China) sowie Deutschland.
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
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