Kairo/Paris (dpa/AFP/nd). Die Arabische Liga plant am Sonnabend ein Treffen zur Bewertung der bisherigen Beobachtermission in Syrien. Dazu soll der zuständige Ausschuss unter dem Vorsitz Katars in Kairo zusammenkommen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Organisationskreisen.
An der Sitzung nimmt den Angaben nach auch der Leiter der Mission, der sudanesische General Mustafa al-Dabi, teil. Wegen der andauernden Gewalt in Syrien mehren sich derzeit die Stimmen, die den Abzug der Beobachter aus dem Land fordern. Seit Beginn der Massenproteste gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad im März sollen nach UNO-Schätzungen mehr als 5000 Menschen getötet worden sein.
Unterdessen hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy mit ungewöhnlich scharfen Worten erneut den Rücktritt des syrischen Präsidenten gefordert. Die internationale Gemeinschaft solle ihrer Verantwortung gerecht werden und die »grausame Unterdrückung« in Syrien anprangern, sagte Sarkozy am Dienstag bei einem Neujahrsempfang der Marine im westfranzösischen Lanvéoc-Poulmic. Die »Massaker« an Zivilisten lösten zu Recht »Ekel und Auflehnung« aus.
Der Präsident forderte, dass die Beobachter der Arabischen Liga ihrer Kontrollaufgabe frei nachgehen können müssten. Zuvor hatte bereits der französische Außenminister Alain Juppé verlangt, die Bedingungen für die Mission genauer festzulegen. »Es ist wirklich wichtig, dass die Wahrheit ans Licht kommt und dass die Regierung nicht letztlich die Beobachter vor Ort manipuliert«, sagte Juppé.
In Syrien haben 89,4 Prozent der Wähler für eine neue Verfassung gestimmt. Allerdings machte bei dem Verfassungsreferendum am Sonntag nur etwas mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Die zentrale Neuerung im Verfassungstext ist das Ende der Monopolstellung der Baath-Partei. Mehr
Ein kämpferischer Assad sollte umgehend auf die Entsendung von weit mehr Beobachtern bestehen, damit klargestellt werden kann, dass die Vorwürfe gegen die Machthaber im syrische System völlig haltlos sind.
Also Baschar, geb dir doch mal einen Ruck und hol ne Menge (hunderte) Beobachter ins Land, die belegen können, dass man bei dir ungehindert friedlich demonstrieren kann, für die Zulassung von Oppositionsparteien und freie politische Betätigung etwa.
Dass in den Gefängnissen nicht gefoltert wird, und es ausländische oder ausländisch gedungene Kräfte sind, die dein Reformstreben unterwandern wollen.
Also lad Amnesty International und das IRK zum freien Zugang in alle Gefängnisse ein, der westlichen Lügenpropaganda muss man doch Einhalt gebieten können......
du meinst das erst oder? ich bin mir nicht sicher, normal würde ich denken das ist satire.
also falls du es erst meinst:
1. warum glaubst du so sehr an die völlige unschuld assads?
(fiel er nicht auch vor der ganzen sache in die kategorie diktatur/autokratisches regime ???)
2. wenn das alles propaganda ist, warum desertieren dann soviele soldaten und riskieren dabei ihr leben und das ihrer familien???
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
Kritik an Beobachtern hält an Syriens Opposition ruft zu landesweitem Protest
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