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Von Eric Dobias, dpa 05.01.2012 / Sport

Kofler verhindert den Grand Slam

Vierschanzentournee: Gregor Schlierenzauer muss sich beim 3. Springen in Innsbruck erstmals geschlagen geben

Als Gregor Schlierenzauers Hoffnungen auf den Millionen-Jackpot am Bergisel zerschellten, musste auch Severin Freund seinen Traum vom Sprung aufs Podest in der Gesamtwertung der 60. Vierschanzentournee begraben. Während Deutschlands große Skisprunghoffnung am Mittwoch in Innsbruck mit Rang 21 seine Chancen verspielte, hat Österreichs Überflieger Schlierenzauer dank des zweiten Platzes im 3. Springen hinter Landsmann Andreas Kofler seinen ersten Gesamtsieg dicht vor Augen. Die Einstellung des Rekordes von Sven Hannawald, der vor zehn Jahren auf allen vier Schanzen triumphierte, bleibt ihm dagegen verwehrt.

In einer hochklassigen Konkurrenz bei schwierigen Bedingungen mit Wind und Schneeregen sorgten Maximilian Mechler als Siebter und Michael Neumayer auf Platz acht für ein insgesamt gutes Ergebnis der DSV-Springer. Zudem meldete sich Richard Freitag als Zwölfter nach zwei enttäuschenden Auftritten in Deutschland in der erweiterten Weltspitze zurück. »Richard hat sich nach vorne gekämpft. Die Qualität im Team stimmt. Wir haben noch eine Chance auf einen Podestplatz und wollen es in Bischofshofen auf den Punkt bringen«, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Vor dem Tourneefinale am Freitag schmolz Schlierenzauers Vorsprung auf seinen Trainingskollegen Kofler auf 17 Punkte zusammen. Dennoch hält der 21-Jährige nach wie vor alle Trümpfe in der Hand. Der verpassten Rekordprämie von einer Million Schweizer Franken für den Grand Slam trauerte der Österreicher nicht hinterher: »Der Jackpot hat mich nie interessiert. Ich will zum ersten Mal die Tournee gewinnen. Darum geht es.«

Freund vergab alle Chancen auf einen Podestplatz bereits im ersten Durchgang, als er auf lediglich 118,5 Meter kam. »Der Frust ist sehr groß. Es ist immer blöd, wenn man sich viel vorgenommen hat und es dann daneben geht«, sagte Freund. »Es ist natürlich enttäuschend, dass das Podest in der Gesamtwertung nun außer Sichtweite geraten ist«, meinte der 23-Jährige. »Vielleicht bin ich heute einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden.«

Auch im zweiten Durchgang fand die deutsche Nummer eins nicht ihre Form und landete bereits bei 116,5 Metern. »Das waren heute einfach zwei schlechte Sprünge. Heute ist es bei mir nicht aufgegangen«, sagte Freund.

Für Freitag wäre hingegen sogar noch mehr drin gewesen als Platz zwölf. Doch im Finale büßte der 20-Jährige nach einem Sprung auf 114 Meter noch fünf Plätze ein. »Der zweite Sprung war vom Gefühl her eigentlich noch besser. Aber ich bin oben nicht ins Fliegen gekommen«, meinte Freitag.

Richtig gut lief es für Mechler. Zwar konnte er nicht ganz an seinen tollen zweiten Platz in der Qualifikation anknüpfen. Einen Tag nach seinem 28. Geburtstag landete Mechler mit Sprüngen auf 119 und 126 Meter aber auf einem tollen siebten Platz. »Bester Deutscher klingt cool. Aber mir wäre lieber gewesen, wenn einer von uns auf dem Podest gelandet wäre«, sagte der Allgäuer.

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