Ralf Streck, Madrid 06.01.2012 / Wirtschaft und Umwelt

Widerstand gegen Atommülllager in Spanien formiert sich

In Kastilien-La Mancha soll die Entsorgungsfrage gelöst werden

Umweltschützer kündigen massiven Widerstand gegen die Entscheidung an, Zentralspanien zum »Atomfriedhof« zu machen.

Die neue Regierung der konservativen Volkspartei (PP) in Spanien hatte zum Jahreswechsel entschieden, in Kastilien-La Mancha, wo das berühmte Werk von Cervantes spielt und einst Don Quijote gegen Windmühlen ritt, ein »Zen-trales Atommüllzwischenlager« zu errichten. In dem 436-Seelen-Dorf Villar de Cañas in der Provinz Cuenca soll das oberirdische Lager gebaut werden. In dem Dorf 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Madrid wurde die Entscheidung von der Mehrheit der Bürger gefeiert. Viele hoffen, dass die sterbende Gemeinde nun eine Zukunft erhält. Insgesamt sollen 700 Millionen Euro verbaut werden. Bürgermeister José María Sáiz spricht davon, dass 1000 Arbeitsplätze entstehen. Tatsächlich sollen aber in der Bauphase nur 300 bis 500 Stellen geschaffen werden, erklärt die Baufirma Enresa, die eine Bauzeit von fünf Jahren veranschlagt. Sáiz hofft, dass indirekt weitere 700 Stellen entstehen. In der Wirtschaftskrise hätten viele Einwohner die Ortschaft verlassen. Allerdings liegt in Cuenca die Arbeitslosenquote mit knapp 20 Prozent unter dem Landesdurchschnitt von 23 Prozent.

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