13 Jahre hatten die Basketballfans in den USA Zeit, sich eine Meinung über Dirk Nowitzki zu bilden. Zu schwach, zu langsam, kein Gewinnertyp. So nannten sie ihn »No-WIN-zki«. Dass sich lang einstudierte Meinungen nicht so leicht ändern, bewies nun ausgerechnet einer der größten Basketballfans: US-Präsident Barack Obama.
Beim traditionellen Empfang des NBA-Meisters im Weißen Haus leistete sich Obama so einige Scherze mit den Dallas Mavericks. Sie seien schon so alt, dass er erstmals ein Team empfängt, in dem er auch noch hätte mitspielen können. Auch täte es ihm leid, dass die Mavericks im nächsten Jahr nicht wiederkommen dürften, weil Obamas Lieblingsteam aus Chicago 2012 Meister werde. Und Nowitzkis »We are the Champions«-Jubelgesang bezeichnete Obama als ziemlich schmerzvoll.
Dass der Präsident den Deutschen aber ausgerechnet bei der Ehrung für dessen größten Sieg weiterhin ständig mit »No-WIN-zki« ansprach, stand so wohl nicht im Redeskript. Die Dallas Mavericks müssen wohl noch mal Meister werden, um Nowitzkis Ruf endgültig zu ändern. Ob der empfangende US-Präsident 2013 dann noch Obama heißt, ist derzeit ebenso unsicher.
Aktuelle Ausgabe: 23.05.2012
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