Würzburg (dpa/nd). Forscher aus Würzburg und den USA haben kleine Moleküle erforscht, die den Erreger der Pest hemmen. Da die Bakterien zunehmend resistent gegen Antibiotika würden, seien neue Medikamente nötig, teilte die Universität Würzburg mit. Die Wissenschaftler hätten den Mechanismus von zwei Hemmstoffen entschlüsselt, die den Pesterreger in seiner Entwicklung stören. Ob sich der Hemmstoff auch als Medikament eigne, stehe aber noch nicht fest: Um dies zu klären, seien noch viele weitere Tests nötig. Das Team um Caroline Kisker vom Rudolf-Virchow-Zentrum der Uni hat seine Resultate im Journal »Structure« vorgestellt.
Der Pesterreger Yersinia pestis benötigt zum Leben ein Enzym, mit dem er Fettsäuren für seine Hülle produziert. Ohne das intakte Enzym ist der letzte Arbeitsschritt bei der Produktion der Fettsäuren blockiert - der Pesterreger geht zugrunde.
Strukturbiologin Kisker und ihre Kollegen hantierten für ihre Forschungen nicht mit Pesterregern, sondern nur mit dem isolierten Enzym.
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