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Von Thomas Straka, SID 16.01.2012 / Sport

Doppelter EM-Triumph für den Gastgeber

Hallenhockey: Die deutschen Frauen wurden in Leipzig zum 14. Mal, die Männer zum 13. Mal Europameister

Bei den Europameisterschaften im Hallenhockey in Leipzig holten sich die beiden deutschen Teams die Titel. Die Frauen gewannen das Finale gegen Außenseiter Belarus mit 5:4 nach Siebenmeterschießen und wurden zum 14. Mal Hallen-Europameister. Die Männer setzten sich im Endspiel gegen Tschechien mit 4:0 durch und feierten den 13. EM-Titelgewinn.

»Bis drei Minuten vor Schluss war es noch eng, bis wir das 3:0 gemacht haben«, sagte Torhüter Nicolas Jacobi: »Dieser Titel war ein schöner erster Höhepunkt. Aber jetzt liegt der Fokus voll auf London, ab morgen geht es nur noch Richtung Olympia.« Da wollen die deutschen Männer wie 2008 in Peking wieder Gold holen.

»Ich bin sehr zufrieden. Wir haben uns im Turnier gesteigert und auch nach dem Rückstand noch daran geglaubt«, sagte Juniorinnen-Bundestrainer Marc Herbert, der Bundestrainer Michael Behrmann erfolgreich vertrat, der bereits seinen Olympiakader auf die Champions Trophy Ende Januar in Argentinien vorbereitet.

2010 hatten die deutschen Frauen in Duisburg nur Rang drei und die Männer in Almere (Niederlande) sogar nur Platz fünf belegt, nachdem sie zwei Jahre zuvor in Jekatarinenburg zum ersten Mal überhaupt bei einer EM nicht die Nummer eins gewesen waren.

Schon das Halbfinale am Samstag hatten beide Gastgeberteams im Gleichschritt überstanden. Dabei besiegten sie den Erzrivalen Niederlande: die Frauen mit 4:1, die Männer mit 6:3 .

Die Männer, die mit vier Olympiasiegern von 2008 angetreten waren, taten sich im Finale zunächst schwer. Nur Kapitän Tobias Hauke (16.) traf vor der Pause nach einer Strafecke. Matthias Witthaus (32.), der mit zehn Treffern bester deutscher Schütze war, Thilo Stralkowski (36./Strafecke) und Benjamin Wess (38.) machten dann alles klar.

Die Frauen holten gegen den Außenseiter Belarus zunächst einen 0:2-Rückstand auf und retteten sich mit einem 2:2 (0:0) in die Verlängerung. Den entscheidenden Treffer beim 3:2 im Siebenmeterschießen erzielte Kerstin Holm. Zuvor hatte die Leipziger Torhüterin Karoline Amm insgesamt drei Siebenmeter gehalten. Belarus setzte den letzten Schuss über das Tor.

»Ich halte gern Siebenmeter, das ist eine große Herausforderung. Aber in so einer Situation vor eigenem Publikum ist das einfach der Wahnsinn«, meinte die Lokalmatadorin Karoline Amm, die erst zum Shoot-out zwischen die Pfosten gegangen war.

In der regulären Spielzeit hatten Susanne Schulz-Linkholt (33.) und Dinah Grote (36.) die Führung der Gäste aus Belarus egalisiert. »Man muss einfach immer an sich glauben. Wenn man im Finale ist, dann will man auch gewinnen«, meinte Grote freudestrahlend.

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