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Kommentar von Haidy Damm

Der BASF-Konzern wendet sich aus Europa ab - nicht generell, sondern mit seiner Tochter »BASF Plant Science«, zuständig für den Bereich Gentechnik. Das Unternehmen begründete seine Entscheidung damit, dass in weiten Teilen Europas noch immer die entsprechende Akzeptanz fehle. Da kann man nur zustimmen und rufen: Auf Nimmerwiedersehen! Jahrzehntelang haben Landwirte, Imker, Verbraucher und Gentechnikgegner viel Energie aufgewandt, über die Gefahren der Gentechnik zu informieren, gegen Versuche zu demonstrieren und Widerstand zu leisten. Gegen einen finanziell und lobbytechnisch sehr gut aufgestellten Konzern. Dass BASF jetzt den Konzernsitz seiner Tochter nach Nordamerika verlegt, ist auch diesem Engagement zu verdanken.

Sicher, es ist eine unternehmerische Entscheidung. Denn in Nord- und Südamerika lässt es sich nach Ansicht des Managements besser forschen und letztlich mehr Geld verdienen. Geforscht wird in erster Linie an Gentech-Pflanzen mit den Eigenschaften Herbizid- bzw. Insektizidresistenz, bei denen es am Ende darum geht, mehr Spritzmittel zu verkaufen. Ohne den entsprechenden Widerstand wäre auch Europa ein lukrativer Markt gewesen. Doch der Konzern wird seine Arbeit im Bereich Gentechnik nicht aufgeben. BASF ist zudem nur ein Puzzleteil in der großen Gemengelage Gentechnik: Gerade heute wollen die EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel über die Zulassung von vier Varianten gentechnisch veränderter Soja für die Verwendung in Futter- und Lebensmitteln abstimmen.

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