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»Was kostet ein Schnitzel wirk-lich?« So beti- telten wir vor einigen Jahren eine Studie über die versteckten Kosten der Massentierhaltung. Viele Produktionskosten werden gesellschaftlich getragen, etwa die Wasserbelastung mit Nitraten und Pflanzenschutzmitteln oder die Emission von Methan, die den Klimawandel befördert. Wenn alle Kosten in den Preis des Endproduktes eingehen würden, würden sich konventionelle Produktionsweisen stärker verteuern als biologische. Der Unterschied bei den Verbraucherpreisen zwischen diesen beiden Produktionsweisen ergibt sich vor allem auf der Verarbeitungs- und Vertriebsebene. Auf der Erzeugerebene ist der Preisunterschied viel geringer. Das aktuelle Niveau des Fleisch- und Milchkonsums in der EU ist nicht nachhaltig. Eine solche Einpreisung könnte dazu führen, den Verbrauch zu senken und somit nachhaltiger zu machen.
Jesko Hirschfeld ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin.
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
Deutsche Landwirte erholen sich von Krise Ackerbau und Milchviehhaltung deutlich besser
Grüne Landschaften EU-Kommission legte gestern ihre Pläne für eine Agrarreform ab 2014 vor
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