Straßburg (AFP/nd). Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat am Dienstag die Auslieferung des mutmaßlichen Al-Qaida-Mitglieds Abu Qatada in sein Heimatland Jordanien gestoppt. Es bestehe ein »ernsthaftes Risiko«, dass die Beweise gegen den Islamisten durch Folter von Zeugen in Jordanien zustande gekommen seien, urteilte das Gericht in Straßburg. Eine Auslieferung verstoße gegen die europäische Menschenrechtskonvention, da diese Beweise bei einem neuen Prozess in Jordanien verwendet würden, hieß es. Qatada galt einst als spiritueller Chef des Terrornetzwerks Al Qaida in Europa.
Aktuelle Ausgabe: 22.05.2012
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