Astrid Schäfers 19.01.2012 / Ausland

In Algerien blieb der Frühling aus

Vor den Parlamentswahlen im Februar hat die Regierung dennoch nur wenig Zuspruch

Der arabische Frühling ist an Algerien nicht spurlos vorbeigezogen. Vermehrt kommt es zu Protesten, die von Sicherheitskräften niedergeschlagen werden. Bisher haben sie jedoch nicht ein Ausmaß angenommen wie in den östlichen Nachbarländern. Dennoch gibt es Anzeichen einer Schwächung der Regierung vor den vorgezogenen Parlamentswahlen im Februar.

»Arbeiter in die Posten« riefen junge Arbeiterinnen und Arbeiter der unabhängigen Gewerkschaft der öffentlichen Verwaltung (Snapap), die vergangene Woche aus dreißig Städten nach Algier kamen. Ihr Sit-In vor dem Bildungsministerium wurde von der Polizei gewaltsam beendet. Die zum größten Teil diplomierten Beschäftigten im »préemploi«, einem gering bezahlten und prekären Arbeitsverhältnis, forderten die Abschaffung der »préemploi«. Die Vorsitzende der Kommission, Filal*, wurde nach der Demonstration verhaftet. Zwei Tage später kam es zu einem Generalstreik des Krankenhauspersonals in der südalgerischen Stadt Laghouat. Gleichzeitig demonstrierten dort Tausende gegen die Praxis der Vergabe von Sozialwohnungen durch den Bürgermeister.

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