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»Ich bin hier bloß der Hund« soll an den Erfolg von »Ich bin hier bloß die Katze« (Hanna Johansen) anknüpfen. Jutta Richter schlägt indes andere Töne an - weil Hund eben nicht Katze ist.
Anton heißt der ungarische Hütehund, der sich im Haushalt seiner Menschen eingeengt, bevormundet und vor allem unterfordert fühlt und immer wieder an die Puszta zurückdenkt: Schafe bewachen und Schakale vertreiben. Die Menschen hingegen ... na ja, vieles verstehen sie einfach nicht. Zum Beispiel dass die Herde nachts zusammen bleiben sollte, weshalb Anton lieber auf dem weichen Lammfell im Schlafzimmer als in seinem unbequemen Hundekörbchen liegt. Oder dass ein Hund auch mal was zerkauen muss. Lederschuhe eignen sich vorzüglich; sie riechen so gut.
Eins aber ist Anton wichtig: Auf die Jungtiere passt man auf, sie sind die Schwächsten in der Herde. Die kleine Tochter der Familie ist deshalb sein liebster Spielkamerad. Wenn sie ihm heimlich Leckereien zusteckt, macht es die Sache nur noch besser. Als Lili in Gefahr gerät, kann der sonst so viel gescholtene Anton endlich zeigen, was in ihm steckt.
Die kurze Geschichte mit Happy End ist, auch dank der gelungenen Illustrationen von Hildegard Müller, melancholisch und anrührend. Sie eignet sie sich zum Vorlesen.
Jutta Richter / Hildegard Müller, Ich bin hier bloß der Hund, Hanser, 120 Seiten, 10 Euro (ab 8 Jahre).
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
Preis: 120,00 €
Preis: 10,80 €
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