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Laubenvögel sind Illusionskünstler

Washington (dpa/nd). Für ihre imposanten Gänge aus Zweigen machen sich Laubenvögel eine optische Täuschung zunutze. Sie platzieren größere Steine, Knochen und Schalen weiter vom Eingang ihrer »Laube« weg, kleinere näher davor, berichten australische Forscher im Fachjournal »Science«. Da weiter entfernte Objekte kleiner erscheinen, entstehe so von der Laube aus der Eindruck, alle gesammelten Objekte seien nahezu gleich groß.

Die in Australien und Neuseeland lebenden Männchen der Laubenvögel haben ein raffiniertes Ritual entwickelt, um der Damenwelt zu imponieren: Die unscheinbaren Vögel bauen aus Zweigen einen Laubengang und dekorieren ihn mit einem Sammelsurium heller Objekte. Für die angelockten Weibchen, die den Laubengang betreten, entstehe eine sogenannte erzwungene Perspektive, schreiben Laura Kelley und John Endler von der australischen Deakin University in Melbourne.

Die beiden Wissenschaftler hatten den Paarungserfolg von Graulaubenvögeln (Ptilonorhynchus nuchalis) untersucht. Ihr Ergebnis: Je besser den Männchen die optische Illusion gleich großer Objekte gelang, desto größer war ihr Erfolg bei den Weibchen.

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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