Tel Aviv (dpa/nd). Das Tote Meer ist vor etwa 125 000 Jahren wegen einer Dürreperiode fast ausgetrocknet. Dies hätten Bohrungen eines internationalen Teams ergeben, teilte die Hebräische Universität in Jerusalem mit. Der sinkende Wasserspiegel des Toten Meeres, des am tiefsten gelegenen Sees der Erde, bereitet Experten auch heute Sorgen. Der Salzsee hat eine Fläche von rund 700 Quadratkilometern, die inzwischen in zwei voneinander unabhängige Seen geteilt ist.
Das Bohrprojekt hat nun ergeben, dass der See vor etwa 125 000 Jahren aufgrund klimatischer Veränderungen in der Region fast austrocknete. In einer Tiefe von etwa 250 Metern unter dem Meeresboden entdeckten die Wissenschaftler dicke Salzablagerungen. Dies sei ein Hinweis auf einen Zeitabschnitt, in dem der See fast verschwunden war. Darüber seien schlammige Erdschichten gefunden worden, die auf eine spätere, wasserreichere Zeit hinwiesen.
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