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Von Heiko Oldörp und Christian Kunz, dpa 21.01.2012 / Sport

Trauer um Freestyle-Skiweltmeisterin

»Harmloser« Trainingssturz endet für Sarah Burke tödlich

Neun Tage nach ihrem schweren Trainingssturz starb die Ski-Freestyle-Weltmeisterin Sarah Burke. Zur Trauer kommen noch finanzielle Probleme. Ein Spendenkonto zur Abdeckung der 550 000 Dollar teuren Krankenhauskosten wurde eingerichtet.

Der Skisport trauert um den kanadischen Freestyle-Star Sarah Burke. Neun Tage nach ihrem Trainingssturz starb die Halfpipe-Weltmeisterin von 2005 in einem Krankenhaus in Salt Lake City im Alter von nur 29 Jahren. »Sarah war größer als das Leben, ein phänomenaler Repräsentant ihres Sports. Sie hat ihr Leben in vollen Zügen genossen«, würdigte Peter Judge, Geschäftsführer des Kanadischen Freestyle-Verbandes, die vierfache X-Games-Gewinnerin.

»Sarah ist friedlich im Kreise ihrer Liebsten gestorben«, hieß es in der Mitteilung der Familie. Burke war am 10. Januar beim Training im Rahmen einer Sponsorenveranstaltung in Park City mit dem Kopf aufgeschlagen und einen Tag später operiert worden. Nach einem Herzstillstand sei es zu »schweren, irreparablen Gehirnschäden« wegen Mangels an Sauerstoff und Blut gekommen.

»Das ist traurig, es war aber ein Trainingsunfall, wo extreme Sachen probiert werden. Unsere Experten sind dabei, das zu analysieren«, sagte Gian Franco Kasper, Präsident des Internationalen Skiverbandes FIS. Peter Judge betonte, dass Burkes Sturz ein »außergewöhnlicher Unfall« war und dass ihr »sehr, sehr harmloser Sturz nichts war, das auch nur annähernd darauf hindeutete, wie katastrophal ihre Verletzung letztlich war«.

Die Angehörigen müssen nicht nur den Verlust ihrer Tochter oder Ehefrau verkraften, sondern zudem auch die Krankenhauskosten von 550 000 US-Dollar (rund 425 000 Euro) stemmen. Denn die Athleten sind nach Medienberichten nicht über den Verband versichert, wenn sie außerhalb von dessen Wettbewerben starten. Judge betonte, dass es ihn überraschen würde, wenn der ausrichtende Sponsor keine Versicherung abgeschlossen habe. Nach seinen Angaben gebe es bereits mehrere Hilfsangebote, unter anderem vom Internationalen Olympischen Komitee.

Große Anteilnahme gab es nicht nur in Nordamerika. »Die Skifamilie trauert um eine großartige Sportlerin«, sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes. Teamkollegin und Weltmeisterin Roz Groenewoud zeigte sich besonders über Burkes Tod erschüttert: »Danke, dass du sechs Jahre lang eine großartige Teamkollegin warst und mehr an mich geglaubt hast, als ich selbst.« Burke galt auch als wichtige Person des Ski-Freestyle auf dem Weg zu Olympia - 2014 werden in Sotschi erstmals Medaillen in der Halfpipe vergeben.

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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