|
Wie verschmutzt ist das Wasser rund um die Goldmine?
Foto: Willi Volks
|
Als ich Fernando Martínez, dem Projektkoordinator unserer Partnerorganisation COPAE, vor einigen Tagen am Telefon davon berichtete, dass die Leser des »nd« über 10 000 Euro für das Projekt gegen den Goldabbau und die Zerstörung der Umwelt in den Indígenagemeinden gespendet haben, da hatte er gleich im Kopf, was das für sie zukünftig bedeutet. »Das ist ja toll, dann können wir endlich unsere Arbeit auf die gesamte Grenzregion zu Mexiko im Südwesten Guatemalas ausweiten. Das ist schon lange nötig, denn auch dort soll Gold abgebaut werden. Bisher konnten wir dem Wunsch der Bevölkerung, sie in ihrem Kampf gegen die drohenden Goldbergwerke zu unterstützen, aus Geldmangel nicht nachkommen«, war seine spontane Reaktion. Dann mussten wir unsere Telefonat beenden, denn Fernando war schon fast auf dem Weg in die Gemeinde Sipakapa.
Einen Tag später schickte er mir eine Mail mit der Information, dass er in Sipakapa auch über die Solidaritätsaktion berichtet hat: »Eigentlich begann alles mit einer ›kleinen Länderkunde‹, denn ich musste zunächst erklären, wo Deutschland liegt. Dann habe ich über die Zeitung ›nueva alemania‹ (neues deutschland) und die großen Solidarität ihrer Leser berichtet.
Die Teilnehmer der Gemeindeversammlung waren von meinen Informationen so beeindruckt, dass sie zunächst gar nichts sagen konnten. Nach einer kurzen Zeit aber übernahm der Gemeindepräsident das Wort und bat mich, allen Menschen im so weit entfernten Deutschland, von dem sie so gut wie keine Vorstellung haben, für ihre brüderliche Solidarität zu danken.«
Fernando selbst wird seinen Dank an die Leser des »nd« in einer ganz besonderen Form zum Ausdruck bringen. Am Dienstag, dem 24. Januar, zehn Uhr guatemaltekischer Zeit, wird er über elf lokale katholische Radiosender etwa 8000 Zuhörern von der Solidaritätsaktion des »nd« erzählen. Er findet, dass dieser Rahmen »genau der richtige ist, um über diese großartige Solidarität zu berichten«.
Zum zehnten Mal ruft das »nd« gemeinsam mit SODI, INKOTA und Weltfriedensdienst zur Weihnachtsspendenaktion auf.
Bitte spenden Sie auf das gemeinsame Konto:
Kto: 10 20 101 / BLZ: 100 205 00 - Bank für Sozialwirtschaft / Kennwort: Soliaktion
Spendenstand 19.01. 2012: 32.386,94 Euro Mehr
11 katholische Radiosender werden ueber die Spende berichten. Solidaritaet fuer benachteiligte Menschen ist lobenswert. Dass "benachteiligte" Menschen in Lateinamerika und besonders in Guatemala leben, koennte auch mit dem 500+ Jahre alten "Einfluss" des Vatikans verbunden sein, erst als Verbuendeter Spaniens und Porgtugals und deren Monarchen, und im "Kalten Krieg" mit der USA. In unseren Zeiten operiert die katholische Kirche in Lateinamerika mit zwei Gesichtern: Die konservativen Kirchenfuersten welche "linke" Prasidenten und ihre Regierungskoalitionen angreifen - wie in Venezuela und Brasilien, und anderseits die "Befreiungstheologen" welche im Hinterland dafuer sorgen dass "Soziale Programme" nicht von linken Bewegungen einfuehrt werden, und dass die Landbevoelkerung und Indigene vor kommunistischen und sozialistischen Einfluessen geschuetzt werden. Die Waehlerschaft fuer kommunistische, sozialistische, linke Parteien in Lateinamerika ist in den Staedten in welchen heute die Mehrzahl der 560 Millionen Lateinamerikaner leben, und nicht auf dem Land, unter den "Kleinbauern" oder Indigenen. Die Gewerkschaften sind in den Staedten konzentriert und Gewerkschaften existieren nur wenn es Arbeiter und Angestellte gibt in der Industrie, im Bergbau, in der Oelfoerderung, im Handel, im oeffentlichen Dienst : Nicht in entlegenen "Kleinbauern" oder Indigenen-Gemeinden, wo alle auf die 11 katholischen Radiosender hoeren und wo aberglaeubige Traditionen die nationale Entwicklung sabotieren. Karl Marx: "Der Glauben vergangener Generationen lastet wie Alptraeume ueber das Denken der Lebenden". Marx und Engel finanzierten ihre Taetigkeit mit den Einkuenften der Firma Engels Textilien in Manchester : Durch die Arbeiter. Das veringert nicht die Bedeutung des Werkes von Marx und Engels. Die linken Parteien und Gewerkschaften in Lateinamerika existieren genau so durch die Industrialisierung, Bergbau, Oelfoerderung, Diensleistungen. Alles andere ist Aberglaube auch "linker"!
Aktuelle Ausgabe: 23.05.2012
Rechtlose Indígenas in Guatemala Die Goldkonzerne nehmen keine Rücksicht auf die Bevölkerung
Preis: 120,00 €
Preis: 3,50 €
Werbung:
Werbung: