Gaza (AFP/ dpa/nd). Der Hamas-Exilchef Chaled Maschaal will nicht erneut für die Führung der palästinensischen Bewegung kandidieren. Dies teilte die im Gaza-Streifen regierende Hamas am Wochenende mit. In den vergangenen Tagen hatte es Berichte gegeben, wonach Maschaal angesichts von Differenzen mit anderen Mitgliedern der Führung den Vorsitz des Politbüros, den er seit 2004 innehat, aufgeben will. Aus dem Umfeld der Hamas verlautete, die nächsten Wahlen zum Politbüro würden im Juli oder August stattfinden.
Demnach wären mögliche Kandidaten für seine Nachfolge seine rechte Hand im Exil, Mussa Abu Marsuk, der Regierungschef des Gaza-Streifens, Ismail Hanija, und der im Gaza-Streifen ebenfalls sehr einflussreiche Politiker Mahmud Sahar. In der Erklärung heißt es, die Parteiführung habe Maschaal gebeten, seine Entscheidung zu überdenken. Bei der Führung der Bewegung handele es sich nicht um eine »persönliche Frage«, sondern diese Frage müsse gemäß dem »übergeordneten Interesse der Bewegung« entschieden werden.
1967 musste Maschaal als Kind mit seinen Eltern ins Exil nach Kuwait. Seit Gründung der Hamas 1987 ist er Mitglied des Politbüros, der höchsten Instanz. 1996 übernahm er deren Vorsitz. Nachdem er in Jordanien für kurze Zeit ins Gefängnis kam, wurde er nach Syrien ausgewiesen, wo er bis heute residiert.
In Syrien haben 89,4 Prozent der Wähler für eine neue Verfassung gestimmt. Allerdings machte bei dem Verfassungsreferendum am Sonntag nur etwas mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Die zentrale Neuerung im Verfassungstext ist das Ende der Monopolstellung der Baath-Partei. Mehr
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