Berlin (AFP/nd). Die frühere niedersächsische Landesregierung hat dem Parlament zu dem »Nord-Süd-Dialog« möglicherweise nicht die Wahrheit gesagt. Die »Hannoversche Allgemeine Zeitung« berichtet, anders als behauptet sei doch Geld aus der Regierung für den Promitreff geflossen. Das Landwirtschaftsministerium habe dafür 3411 Euro für Bücher bezahlt, die den Besuchern des Festes von dessen privatem Veranstalter Manfred Schmidt geschenkt worden seien. 2010 hatte Wulffs Staatskanzleichef erklärt, es habe für die Veranstaltung keine Beteiligung oder Finanzierung des Landes gegeben. Laut »Bild am Sonntag« profitierte Wulffs ehemaliger Sprecher Olaf Glaeseker von seiner Beziehung zu Schmidt stärker als bislang bekannt. Demnach erhielt er neben Gratisurlauben auch Gratisflüge. Allein 2011 sei er mehrfach umsonst geflogen, darunter in die Türkei und nach Mallorca. Dafür habe er Schmidts VIP-Karte von Air Berlin genutzt.
Ein umstrittener Privatkredit, sein Umgang mit den Medien und nun der Verdacht auf Vorteilsannahme. Bundespräsident Christian Wulff hat am 17. Februar seinen Rücktritt erklärt, nachdem die Staatsanwaltschaft die Aufhebung der Immunität Wullfs beantragt hat. Sie will wegen des Anfangsverdachts der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung gegen das Staatsoberhaupt ermitteln.
Mehr
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
Diesmal aber mit Plan Der Nordosten und die inklusive Bildungspolitik
Preis: 15,90 €
Preis: 100,00 €
Werbung:
Werbung: