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In Neutrebbin
Foto: dpa/Pleul
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Friedrich II. war eine schillernde Figur. Die seriöse Beschäftigung mit ihm lohnt. Es lohnt sich aber offenbar noch viel mehr, die dumpf taumelnde Begeisterung für den König ökonomisch auszubeuten und politisch zu missbrauchen. Eine Mischung aus Marketing und Machtkalkül sind auch der hochoffizielle Festakt morgen im Konzerthaus am Gendarmenmarkt und die Kranzniederlegung an Friedrichs Grab am Schloss Sanssouci. Die Behauptung aus der linksradikalen und antimilitaristischen Szene, der Alte Fritz müsste nach heutigen Maßstäben als Kriegsverbrecher gelten, klingt zwar sehr kühn. Es ist aber löblich, dass es Widerspruch gibt, dass etwa die Liedermacherin Dota Kehr ihr Engagement für ein Geburtstagsständchen absagte. Der widerwärtige Preußenrummel, der zum 300. Geburtstag Friedrichs einen neuen Höhepunkt erreicht, ist ja kaum auszuhalten.
Aktuelle Ausgabe: 16.05.2012
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