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Von Danilo Valladares, Guatemala-Stadt (IPS) 24.01.2012 /

Maya dringen auf Naturschutz

Nach der Langen Zählung des Maya-Kalenders wird Ende des Jahres ein großer Zyklus von 13 »Baktunen« mit jeweils 144 000 Tagen zu Ende gehen. In der breiten Öffentlichkeit löst das nahende Ende des Kalenderzeitraums von immerhin 5126 Jahren mehr Aufregung aus als bei den heutigen Nachfahren der Maya, die diese Zählung einst eingeführt hatten. In Büchern, Blogs und Fernsehsendungen werden Weltuntergangs-Szenarien diskutiert. »Natürlich geht von der Zahl 13 eine starke Energie aus. Manche Menschen fürchten daher, dass sich eine Katastrophe ereignen könnte. Das wird aber nicht geschehen«, sagte Antonio Mendoza, der sich für die Ureinwohnerorganisation Oxlajuj Ajpop engagiert. Der Beginn des neuen Zyklus sollte aber dazu anregen, mehr über die Koexistenz von Mensch und Umwelt nachzudenken.

Historikern zufolge begann der jetzt endende große Zyklus am 11. August des Jahres 3114 vor Christus. Am 21. Dezember beginnt zur Wintersonnenwende ein neuer Zeitraum. »Uns beschäftigt es sehr, wie wir Menschen zusammenbringen können, um unser Verhältnis zur Natur neu zu überdenken«, erklärte Mendoza. Dabei müssten die globale Erderwärmung und die neoliberalen Strategien berücksichtigt werden, die nur darauf abzielten, Bodenschätze zu fördern und Fabriken zu errichten. Dies alles sei eine große Bedrohung für die Menschheit. Maya-Organisationen in Guatemala haben deswegen in diesem Jahr mehrere Treffen geplant, auf denen Entwicklungsmöglichkeiten für indigene Völker diskutiert werden sollen.

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