Bischkek (AFP/nd). Aus Protest gegen schlechte Haftbedingungen sind in Kirgistan Tausende Gefangene in den Hungerstreik getreten. Mehr als 3000 Häftlinge nähmen daran teil, sagte der Vermittler der Regierung, Tursunbek Akun, am Mittwoch in der Hauptstadt Bischkek. 640 von ihnen hätten sich sogar den Mund zugenäht. Betroffen seien ein halbes Dutzend Gefängnisse landesweit. In dem zentralasiatischen Land sitzen rund 15.000 Menschen in Haft. Bereits am Dienstag hatten die Justizbehörden bekannt gegeben, dass sich rund 400 Gefangene den Mund zugenäht hatten.
Die kirgisischen Behörden erklärten, die Protestaktion werde vom organisierten Verbrechen gesteuert. Hintergrund sei der Mord an einem Mafiaboss in einem Gefängnis durch einen anderen Kriminellen.
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