Osnabrück (epd/nd). Die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Angehörigen der Opfer der Zwickauer Neonazizelle, Barbara John, kritisierte indes die Polizeiarbeit, die »Ausländer unter Generalverdacht« stelle. John forderte in der »Neuen Osnabrücker Zeitung« konkrete Schulungen der Beamten, um die Ermittlungsarbeit an die Bedingungen in einem Einwanderungsland anzupassen. Vor dem Hintergrund der Neonazimorde an neun türkisch- und griechischstämmigen Männern, sprach sie sich für ein Trainingsprogramm aus, das die Beamten regelmäßig in Kontakt mit Einwanderern bringe: »Die Polizei darf nicht als Law-and-Order-Institution auftreten, die Ausländer in erster Linie als Fremde, Straftäter oder Verdächtige ansieht.«
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