Berlin (dpa/nd). Jeder fünfte junge Erwachsene kann einer Umfrage zufolge nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen. 21 Prozent der 18 bis 30-Jährigen weiß demzufolge nicht, dass der Name für ein Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten steht, ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Magazins »Stern«. Anders sieht es bei den über 30-Jährigen aus: Hier wissen 95 Prozent etwas mit dem Begriff anzufangen. Insgesamt kannten 90 Prozent der befragten 1002 Bundesbürger das Konzentrations- und Vernichtungslager.
Entwicklungsminister erneut in der KritikBerlin (dpa/nd). Die Opposition im Bundestag hat die Personalpolitik von Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) heftig attackiert. Der SPD-Entwicklungspolitiker Sascha Raabe warf Niebel am Mittwoch in einer von seiner Partei beantragten Aktuellen Stunde im Bundestag fortgesetzte »Vetternwirtschaft« vor und legte ihm den Rücktritt nahe. Die Personalpolitik Niebels zugunsten FDP-naher Personen sei abstoßend. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann hatte zuvor auf einen Fall hingewiesen, bei dem es den Anfangsverdacht gebe, dass ein teures Auswahlverfahren auf Kosten der Steuerzahler vorgetäuscht worden sei. Die Vergabe eines Postens an die frühere Oberbürgermeisterin von Ettlingen, Gabriela Büssemaker (FDP), habe schon vor dem Verfahren festgestanden. Niebel wird von der Opposition, aber auch aus den Reihen des Koalitionspartners CDU vorgeworfen, bei den Stellenbesetzungen im Entwicklungsministerium vor allem FDP-Mitglieder oder FDP-Anhänger zu berücksichtigen.
Aber könnte in der Sozialistischen Tageszeitung nicht mal das Synonym für Nationalsozialisten wieder in Gebrauch kommen?
der vom Nichtwissen über Auschwitz hin zu Niebels Vetternwirtschaft führen soll, lässt viel Spielraum um Geschichte und Gegenwart Revue passieren zu lassen,
wird aber wohl nicht jedem auf Anhieb gelingen.
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
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