Vox populi hat bis Mitternacht gesprochen, das Urteil der Fachleute steht noch aus. Heute wird um High Noon im Hotel Montana in Davos verkündet, welche Unternehmen den Schmähpreis Public Eye Award 2012 erhalten. In Sichtweite zum Weltwirtschaftsforum wird der Anti-Oscar für die übelste Firma des vergangenen Jahres vergeben oder für zwei, sofern der Global Award (Jurypreis) nicht mit dem People's Award (Publikumspreis) übereinstimmt. Die Laudatio hält der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz.
Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als der finnische Energiekonzern Neste Oil beim Publikumspreis People's Award mit klarem Vorsprung auf die Zielgerade der Internetabstimmung einbog, gab es 2012 ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem brasilianischen Minenkonzern Vale und dem japanischen Energiekonzern TEPCO, wobei Vale bei Redaktionsschluss mit über 23 000 Stimmen ein paar Hundert Simmen vor TEPCO vorne lag.
»Wir verzeichnen 2012 eine Rekordbeteiligung«, zeigte sich Yves Zenger von Greenpeace gegenüber »nd« von der Resonanz angetan. »Über 80 000 Stimmen wurden abgegeben, annähernd das Doppelte vom Vorjahr«, spezifizierte Zenger. Ob das Publikum tendenziell mit dem Urteil der Jury konform ginge, wollte er freilich noch nicht verraten: Erst heute um 12 Uhr wird offiziell, wer die beiden Preise einheimst.
Vale ist seines Zeichens der zweitgrößte Konzern Brasiliens und weltweit der zweitgrößte Minenkonzern. Was ihn jüngst in die Kritik gebracht hat, ist die Beteiligung am Bau des Belo-Monte-Staudamms im Amazonas. Dieser hat voraussichtlich 40 000 Zwangsumsiedlungen zur Folge, die Betroffenen erhalten weder ein Mitspracherecht noch Entschädigung. Eine Fläche so groß wie der Bodensee würde unter Wasser gesetzt mit verheerenden Auswirkungen für die indigene Bevölkerung sowie für Flora und Fauna. »Ich bin davon überzeugt, dass das Wasserkraftwerk unvorhersehbare und nicht korrigierbare Folgen für die Region bringt. Da helfen keine Bauauflagen«, erklärt Erwin Kräutler, Bischof von Altamira und einer der entschiedensten Kritiker des Bauvorhabens.
Noch mehr Negativschlagzeilen als Vale hat 2011 der japanische Energiekonzern TEPCO gemacht, der die Atomkatastrophe Fukushima maßgeblich zu verantworten hat und als überforderter Krisenmanager wochenlang über die Bildschirme flimmerte. Ebenfalls auf der Nominierungsliste für den Publikumspreis standen der weltgrößte Agrochemie-Produzent Syngenta mit Sitz in der Schweiz, die britische Bank Barclays, die als schnellstwachsender Nahrungsmittelspekulant der Welt gilt, der für extrem prekäre Arbeitsbedingungen bekannte südkoreanische Elektronikriese Samsung und der US-amerikanische Minenkonzern Freeport McMoRan, der in West-Papua seit 45 Jahren die weltgrößte Gold- und Kupfermine Grasberg ohne Rücksicht auf Natur und Mensch betreibt. Chancen auf den Publikumspreis hatten sie gestern aber nicht mehr.
Wie immer wurden die Unternehmen darüber informiert, dass ihnen die Auszeichnung mit dem Anti-Oscar drohe. »Von TEPCO kam gar nichts, von den anderen Unternehmen Standardantworten, dass man die Vorwürfe prüfen werde. Die übliche PR-Strategie«, resümiert Zenger lakonisch. Ohne Wirkung bleibt der Preis dennoch nicht. »Vor allem die vor Ort gegen die Multis aktiven Nichtregierungsorganisationen würden in ihren Kampagnen mit dem Public Eye Award Negativ-Publicity betreiben, die schon manches Unternehmen zu Zugeständnissen bewegt hätten«, so Zenger direkt vom Davoser Weltwirtschaftsforum (WEF). Das WEF steht 2012 unter dem Motto »Der große Wandel: Entwürfe für neue Modelle«. Wahrnehmbar sei das nicht, Davos sei so elitär wie eh und je, zieht Zenger sein nüchternes Fazit. Mit dem Public Eye Award wird auch 2012 ein Kontrapunkt gesetzt.
Wer steht hinter dem "internationalen Medienfeldzug" gegen Brasiliens nationale Entwicklungsprojekte, besonders der Belo Monte Staudamm? Die staatliche Bundesabwehr Brasiliens, ABIN, hatte eine Liste der "fremden" NGOs analysiert. Der Fraktionsvorsitzende der Kommunistischen Partei CPdoB, Aldo Rebelo, hatte sie auf seine Website veroeffentlicht: In Brasilien stehen 26 der 27 politischen Parteien fuer die nationalen Entwicklungsprojekte darunter der Belo Monte Staudamm. Die einzige Partei welche dagegen steht ist Partido Verde - die "Gruenen". 2010 stimmten 80% fuer die 26 Parteien welche die nationalen Entwicklungsprojekte unterstuetzen, und 20% waehlten fuer die "Gruenen" welche alle Entwicklung ablehnen. Auf der ABIN Liste stehen Greenpeace (von Niederland) WWF (Britanien), Clinton Gobal Initiatives (Bill und Hillary USA), und andere, darunter "Amazonwatch" - ein Unternehmen gegruendet von einer Exil-Iranerin, Atossa Soltani, verbunden mit reichen Anhaengern der Sha von Iran Familie in USA. Der roemisch-katholische Bischof Erwin Kraeutler von Oestreich, welcher seit 1965 der Nachfolger seines Onkels in der Dynastie der katholischen Bischoefe in Belo Monte Gebiet in Brasilien wurde, und welcher seitdem alle Entwicklung und soziale Verbesserung in Braslien sabotieren moechte. Und dann als Linke auftretende deutsche "Journalisten" welche die "Berichte" liefern - darunter einer in Porto Alegre welcher fuer die Familie Santos (der Verteidigungsminister usw.) in Kolumbien arbeitetet. Es ist hoffnunglos wie das Rezept "Weg zum Kommunismus" von Rosalux! VALE war ein Staatsunternehmen in Brasilien welche durch Neocon privatisiert wurde. Heute ist VALE wieder zu 41% im Besitz von Brasiliens staatlichen Pensionskassen. Es ist eine vollkommene LUEGE dass die VIER Tausend Familien welche durch den Bau umsiedeln muessen keine Entschaedigung erhalten. Die Meisten hausen in Pfahlhuetten am Stadtrand von Altamira 110,000 Einwohner. Indianerland ist ueberhaupt nicht betroffen.
Das Belo Monte Hydro-Elektrik-Projekt wird seit 1973 in Brasilien von allen Regierungen geplant: Militaerdiktatur, Konservative, Rechte Sozialdemokraten, jetzt Mitte-Links. Es ist bei Stadt Altamira, 110,000 Einwohner im Staat Para (nicht im Staat Amazonas) und am oestlichen Rand des Amazonasgebiet. Es wurde vor 1912 von Mestizensiedlern gegruendet und ist eine Agrarregion mit den groessten Kakauplanzungen (unter Schattenbaeumen welche nicht der "Urwald" sind!), und 400,000 Rinder. 26 der 27 Parteien in Brasilien unterstuetzen . Indianer leben 30km oder mehrstromaufwaerts und 7 der 11 Staemme unterstuetzen Belo Monte und wollen Elektrititaet fuer Schulen, TV, Wasserpumpen. Wer will Belo Monte verhindern: Der katholische Bischof Erwin Kraeutler von Vorarlberg/Oestreich welcher dort seit 1964 regiert und die NROs der USA,Britaniens,Niederland. Brasilien bezieht 86% der Elektrizitaet durch Wasserkraft. Itaipu Hydro-Elektrik-Damm, gebaut 1982, der groesste der Welt, liefert 70%. Belo Monte wurde vorher von dem oestreichischen Bischof verhindert weil er in Europa die Finanzierung verhinderte und in Brasilien mit Klagen verzoegerte: Brasilien durfte noch nicht einmal eine wissenschaftliche Studie beauftragen! 2012 braucht Brasilien keine Finanzierung vom pleiten USA und Europa. Jeder welcher einen Besitz verliert erhaelt eine vorgeschriebene Entschaedigung - jeder Zaunpfahl hat einen vorgeschriebenen Wert. Die 4,000 Familien welche umziehen muessen leben meist in Pfahlhuetten UEBER der alljaehrlichen Flutzone am Rand von Altamira. Es ensteht kein Staussee, sondern Antrieb der Turbinen durch den Fluss. Hochkapazitaet: 11,233 MW, Durchschnitt 4,570 MW (wie 4 Atomwerke). In der Trockenperiode im Osten bei Belo Monte, ist Flutperiode im West Amazonas wo andere Hydroprojekte enstehen. Das Staubecken hat 516 qkm, von welchen 240 qkm das Bett des Flusses selbst sind. Amazonasregion: 5.500,000 qkm, davon ist Belo Monte 0,0116%. Die Einheimischen werden fuer den Bau ausgebildet.
Wie Propaganda ensteht: Die "Arara de Volta Grande" sind 150 Leute welche sich als Indianer bezeichnen. Sie werden von den NROs als Poster-Indianer genutzt. Darueber schreibt ein Nachbar der zwischen diesen "Indianern" wohnt: "Das sind ein Haufen von Landstreichern welche sich Indianer nennen. Ich habe mehr Indianerblut in mir als diese Uebeltaeter welche nach hier vom Staat Maranhao gewandert sind und zwei verschieden Namen benutzen - ein Indianer-Name und ihren wirklichen Namen. Ich wohne in ihrer Nachbarschaft welche sie ihr Land nennen, aber ich ziehe nicht weg weil is genau so Recht habe wie sie glauben. (Indios Arara da Volta Grande do Xingu. Blog: Cleber Oliveira). Jetzt moechten die NROs noch eine Klage fuer den Baustopp anzetteln: Die Arara sagen das ihr Wasser durch den Baubeginn verschmutzt erscheint. - Bis heute hat die 110,000 Einwohner Stadt Altamira keine Klaeranlage - ALLES laeuft direkt in den Xingu wo schon alle seit Generationen baden und Fische fangen, und wo die 4000 Familien welcher umgesiedelt werden ueber dem Randsumpf in Pfahlhuetten hausen welche nur durch erhoehte Stege erreicht werden koennen. Die 110,000 habe bis jetzt auch nur eine altes Dieselelektritaetswerk. ---Die Brasilianer verstehen wie "Die Nation steht auf dem Spiel" - entweder Belo Monte ensteht gegen den Widerstand von USA-NATO-Vatikan - oder Brasilien und damit Lateiamerika muessen weiter den "Schutz" des "Westens" ertragen. Und sie sagen: "Wenn wir Belo Monte nicht umweltgemaess hinkriegen - machen wir nichts mehr im Amazonas!". Die USA-NATO-Vatikan werden versuchen bis vor 2014 die Mitte-Links Regierung mit NROs zu laehmen und damit 2014 eine rechte Regierung in Brasilien zu foerdern, und dadurch das sich jetzt vereinigente Suedamerika und Lateinamerika wieder unter geopolitische Kontrolle schliessen. In Brasilien steht die Linke, das Militaer, und die konservativen Nationalisten, VEREINIGT - gegen dieses Ziel der USA-NATO/EU-Vatikan.
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
Sind Frauen die besseren Politiker?
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