Wenn Anfang Februar bis zu 2000 Delegierte der Baath-Partei in Damaskus zu ihrem Kongress zusammenkommen, werde sich zeigen, ob sich »die Linie der Vernunft« durchsetzt. Das sagte der syrische Historiker George Jabbour am Mittwoch im Gespräch mit der Autorin in Damaskus. Jabbour hofft, es möge Präsident Bashar al-Assad gelingen, die Parteitagsdelegierten davon zu überzeugen, dass es zum Vorteil Syriens und seiner Bevölkerung wäre, wenn die Partei ihre Macht demokratisch mit anderen Kräften teilt. Es gebe viele reformorientierte Kräfte in der Partei, doch viele unterstützten auch »enthusiastisch eine Sicherheitslösung«.
Während des Gesprächs in Jabbours Wohnung sorgt die abendliche Stromabschaltung für plötzliche Dunkelheit. Weil das Wohnhaus keinen eigenen Generator hat, werden batteriegetriebene Lampen chinesischer Produktion eingeschaltet. Frau Jabbour stellt Kerzen auf den Tisch, um das grelle Neonlicht etwas zu dämpfen. Ständig klingelt das Telefon, Journalisten verschiedener Sender wollen Jabbours Meinung zu den jüngsten Entscheidungen der Arabischen Liga hören. Der frühere Präsidentenberater und Vorsitzende der Syrischen Gesellschaft für die Vereinten Nationen ist ein gefragter Gesprächspartner. Mit seiner sachlichen Analyse und seinen Geschichtskenntnissen versteht er es, die komplizierte Situation seiner Heimat auf den Punkt zu bringen.
Als »Sicherheitslösung« wird das repressive, militärische Vorgehen staatlicher Sicherheitskräfte gegen Regierungsgegner verstanden, was alle Gruppen der Opposition von Anfang an vehement kritisiert hatten. Das harte Vorgehen schränkte den politischen Spielraum ein, dafür erhielten zweifelhafte Gruppen Zulauf, die zu den Waffen griffen. Nach neun Monaten ist die politische Opposition nahezu verstummt, bewaffnete Gruppen und eine aus der Türkei operierende »Freie Syrische Armee« zwingen die syrische Armee in einen Bürgerkrieg, am deutlichsten wird das in den Städten Homs und Idlib, wo täglich viele Menschen Opfer der Gewalt werden.
Homs habe sich zum Zentrum der Kämpfe entwickelt, weil aus Libanon Nachschub an Waffen und Kämpfern komme, sagt Jabbour. Die Stadt sei Heimat einer großen alevitischen Gemeinde und der Atassi-Familie, die heute führend in der Opposition sei. Die Atassis besitzen seit Generationen große Ländereien in und um Homs. Aus der Familie sind bedeutende Politiker und Kleriker hervorgegangen, sie stellte drei syrische Präsidenten. Noureddin al-Atassi, 1966 bis 1970 Präsident, wurde wegen ideologischer Differenzen mit Hafez al-Assad verhaftet und starb kurz nach der Entlassung aus dem Gefängnis 1992. Viele machen »das System Assad« für seinen Tod verantwortlich.
Die Lage sei weniger klar als zu Beginn der Unruhen, stellt George Jabbour nüchtern fest. Syriens Schicksal werde sich wohl in Homs und in New York entscheiden. Im UN-Sicherheitsrat in New York wolle Moskau Washington überzeugen, die bewaffneten Kräfte und die syrische Regierung an einen Tisch zu bringen. Doch Washington behaupte, es habe keinen Einfluss auf die Kämpfer. Wegen der Präsidentschaftswahlen in den USA und Frankreich, fürchtet Jabbour, werde es keine Fortschritte geben, die Unsicherheit werde wohl das ganze Jahr anhalten.
In Syrien haben 89,4 Prozent der Wähler für eine neue Verfassung gestimmt. Allerdings machte bei dem Verfassungsreferendum am Sonntag nur etwas mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Die zentrale Neuerung im Verfassungstext ist das Ende der Monopolstellung der Baath-Partei. Mehr
Millionen Menschen tragen derzeit ihren Protest gegen Präsident Husni Mubarak auf die Straße. Doch nicht nur hier, auch in anderen arabischen Ländern wehren sich die Bürger mit demokratischen Mitteln gegen ihre Regierungen. Mehr
...aber zu behaupten, die bewaffneten oppositionskräfte "zwingen die syrische Armee in einen Bürgerkrieg" ist voellig absurd. das wird leukefeld wohl nicht mehr abstellen, obwohl sie langsam wohl auch merkt, dass es nicht so bleiben kann, wie bisher, da es eine gerechtfertigte forderung nach veränderung in syrien gibt.
wer interesse hat lese mal noch ihre artikel aus dem 1. und 2. quartal 2011 - da klang der ruf nach reform der opposition eher als unangebrachte forderung, da der grosse von leukefeld geschätzte präsident doch selbst seit mehr als einem jahrzeht reformen wolle!
wenn ich mich recht erinnere, hat Frau Leukefeld schon vor Jahren die Notwendigkeit von Reformen in Syrien und die undemokratischen Verhältnisse in diesem Land zum Thema gemacht.
Das heißt nicht, dass ich die von Tim-wie-Struppi ausgemachten Mängel in ihren Berichten nicht auch sehe, aber begleitet ihr Beide die Frau Leukefeld doch bitte ein mehr solidarisch !
Kann auch gleich leeres Stroh dreschen. Es ist gehupft wie gesprungen. Ceterum censeo Carthaginem esse delendam
aber Karthago ist schließlich doch gefallen (und hier wird ja nur Humor und kritische Solidarität erbeten)
sehe ich auch so
ich verfolge eure kommentare nun schon ein weilchen.
ich finde es faszinierend und erschreckend zugleich, dass ihr eure eigene verbohrtheit garnicht mehr wahrnehmt. ich habs einpaar mal wie timundstruppi auch versucht mit euch zu zu diskutieren. aber leider scheint euch euer unverrückbares scharzweiss weltbild zugenügen, dass vermutlich in den 70/80er jahren geprägt wurde. garnicht erst versuchen sich ein bild zu machen, immer schön die alten schabloben anlegen. man muss das entspannt sein, so schön einfach.
im gegensatz zu timundstruppi kommen von euch leider fast garkeine argumente.
jetzt bekennt euch doch mal!
1.Seht ihr es auch so, wie leukefeld es hier schreibt, dass die bewaffneten oppositionskräfte die syrische Armee in einen Bürgerkrieg zwingen?
--> meiner Ansicht nach würde ein "Ja" im Umkehrschluss bedeuten, dass die Opposition schuld ist an der eskalation und die armee aufhören würde sobald die bewaffnete opposition keine gewalt mehr ausübt.
1.b. glaubt ihr letzteres ist realistisch?
2. Sollte es stimmen, dass syrische sicherheitskräfte monatelang auf friedliche demonstranten geschossen haben (in den ersten Monaten gab es glaube ich keine berichte von getöteten sicherheitskräften), könntet ihr ...a: eine bewaffnung und radikalisierung der opposition auch ohne westliche verschwörung nachvollziehen?
...b: haltet ihr under solchen umständen einen dialog zwischen der opposition und assads regierung für einen realistischen schritt zur lösung der krise?
Es gibt auch noch andere Experten:
Jürgen Todenhöfer,
Peter Scholl-Latour,
Christoph R. Hörstel,
und mehr, die man zur Bereicherung seiner Kenntnisse heranziehen kann. Alle drei sind deutsche Nahostexperten, genau wie Frau Leukefeld.
ähm was wollen sie uns jetzt sagen?
Namen sind doch keine argumente!?
auch wenn ein Scholl-Latour oder ein Todenhöfer oder eine leukefeld behaupten assad verteidige sich ja nur gegen westliche imperialisten und/oder al kaida, er wolle ja reformen, er sei ja die ganzezeit gesprächsbereit aber die anderen wollen ja nicht...dann ist das nicht die wahrheit (die gibts eh nicht), sondern ersteinmal nur eine einschätzung aufgrund. die gilt es dann zu belegen oder zu widerlegen. also bitte argumentiert!
ein großes problem scheint zusein, dass sich einige leute hier leider nur aus deutschen quellen informieren.
sie können übrigens auch gerne auf meine oben gestellten fragen eingehen! würd mich freuen!
eine dritte frage:
warum ist eure skepsis gegenüber "dem westen" eigentlich größer als eure skepsis gegenüber einem autoritären herrscher wie assad?
ich bin den interessen "westenlicher" regierungen gegenüber auch sehr skeptisch, aber ich habe mal gelernt, dass man diktatoren gerade im umgang mit der opposition nicht glauben sollte.
Mein Weltbild ist nicht schwarz weiß, sondern farbig. Und es wechselt ständig, abhängig davon, wo ich hingucke. Im Gegensatz dazu ist meine Weltanschauung seit gut 60 Jahren äußerst stabil: historisch und materialistisch zugleich. Derlei Begriffe sind heute aus der Mode gekommen und dann ist auch noch der Turm zu Babel erneut eingestürzt.Also das mit den Schablonen, das ist Dein Ding. (hierzu empfehle ich Luk. 6,41
Aber was siehst du den Splitter, der im Auge deines Bruders ist, aber den Balken der in deinem eigenen Auge ist, nimmst du nicht wahr?)
Die Aufforderung "nun bekennt euch mal) finde ich zwar ausgesprochen bekloppt, aber auf die Fragen antworte ich gern:
Zu 1. Ja, unabhängig davon, was Frau Leukefeld schreibt. Dein Umkehrschluß ist ganz und gar Deine Sache. Damit mußt Du selbst fgertig werden.
Zu 1b. Ich glaube gar nichtsd.
Zu 2a. Eine Bewaffnung und eine Radikalisierung kann icht nicht nachvollziehen, dazu fehlen mir die Möglichkeiten. Aber was die westliche Verschwörung betrifft, so bin ich sicher: Heutzutage verschwören sich Hinz und Kunz, warum diese nicht auch mit jenen? Seit die Verschworenen aus Uri, Schwyz und Unterwalden sich auf dem Rütli im Mondlicht zum gemeinsamen Schwur ohne den Tell versammelten, sind solche geheimen Absprachen zur Erreichung politischer und militärischer Zielem gang und gäbe. Heute geschieht das nicht mehr auf abgelegen Rinderweiden sondern in großen Behausungen wie in Pullach oder in 35 Pennsylvania Avenue, NW Washington, D.C. 20535-0001 (202) 324-3000.
Ein Dialog ist immer möglich - besonders, wenn beide Seiten ihn wollen. Manchmal will die eine Seite und die andere darf nicht. Mit einander reden ist allemal besser als übern großen Teich markige Worte hinüber zu posaunen oder gar den Knüppel zu schwingen. Vor kurzem hat der Todenhöfer, mit dem @Berndchen mir zuvor gekommen ist, Richtiges dazu gesagt: www.dradio.de/dlf/playlist/dlf_zwischentoene/1570508/.
Grüß timundstruppi, wenn Du ihn siehst
Du verfolgst uns schon ein Weilchen? Das ist ja furchtbar! Du, und der tim mit seinem struppi, das sind ja schon drei!
Junge, sagte sie, gelernt ist gelernt.
Tja, was wollte ich sagen...
Selber googeln macht schlau heißt die Devise, oder dachten Sie ich schreib die Webseiten der drei ab für Sie??
ihr bestetigt mich mit jedem kommentrar aufs neue.
warum kommentiert ihr hier überhaupt?
erkenntnisgewinn bringen eure posts ja nicht gerade.
"gelernt ist gelernt" ist geistiger selbstmord!
Wir bestätigen Dich stetig
was soll das? ist das hier pingpong?
soll ich jetzt also 3 namen zurückwerfen die gegenteilige positionen vertreten und sich bestenfalls experten nennen?
so eine kommentarfunktion macht doch nur sinn, wenn man inhaltlich über den artikel diskutiert. das ist mir irgendwie zu blöd.
"al Jazeera" aber jetzt erwartet nicht das ich hier die artikel der verschiedenen journalistinen wiedergebe, inhaltsangaben zu den videos die es aus homs und co gibt mache und dann noch die stimmen der syrier zusammenfasse die sich dort zuwort gemeldet haben.
tschuldige, aber du gehörst gesperrt!
was soll sowas?
schon wieder ein eingeständnis, ich hab ein paar eurer kommentare zu syrien kommentiert, da mich eure position mal interessiert hat, leider musste ich feststellen, dass ihr sobald man nach argumenten fragt nurnoch diffarmierend reagiert. wenn ihr euch sogut an das erinnert was eure omas 1878 gelernt haben und das immernoch für wahrhaltet sollt ihr euch wenigstens merken können mit wem ihr kommuniziert.
also kommen noch argumente oder wollt ihr weiter baschen.
das wird doch langweilig
Also ich löse den Gordischen Knoten auf:
Meine Bemerkung
"Es gibt auch noch andere Experten uswusf..."
war eine Replik an Ani-Metaber, wie Sie unschwer erkennen können, wenn Sie den Baum verfolgen.
Aber mit den von mir erwähnten drei Nahost-Experten dürfen Sie sich auch beschäftigen.
Und schön unaufgeregt.
Na, wie bin ich zu Ihnen.
wenigstens einer mit einer inhaltlichen antwort! danke auch wenn ich nicht versteh!
zu historisch materialistisch passt doch eigentlich gut der begriff kräfteverhältnisse. wie sind die wohl in syrien einzuschätzen? klar wenn du usa in die gleichung
sieht der syrische staat natürlich ganz schwach aus.
aber demonstranten vs. syrischer staat. hmmm...
aber mal angenommen es ist etwas dran, dass tatsächlich monatelang menschen friedlich demonstriert haben. und dafür spricht nunmal sehr viel. dann versteh ich diese ganze argumentation nicht mehr.da ist ein machthaber der auf seine bevölkerung schießt. das man den nicht mehr im amt haben will ist doch völlig verstänbdlich oder nicht?
ich würde auch nicht mit jemandem verhandeln wollen der befohlen hat mich zu töten.
mit "bekennt euch mal" will ich nur sagen, dass ich argumente hören will.
zu dem balken vor meinen augen. wenn du damit meinst das ich nicht sehr, dass das alles ein abgekartertes spiel ist um assad zu stürzen, dann muss ich sagen ist es eine erklärungsmöglichkeit für die ich aber nicht genug argumente sehe. zudem wiederspricht sie der ereigniskette.
die usa haben z.b. erst nach monaten und mehreren tausendtoten überhaupt die absetzung assads gefordert (bei gaddafi übrigens genauso). zudem stand eine intervention langezeit überhauptnicht zur debatte, und selbst jetzt wird nicht mal damit gedroht.
auch die usa wissen, dass ein instabiles syrien für die ganze region destabilisierend sein würde.
1.a was spricht dafür?
"Dein Umkehrschluß ist ganz und gar Deine Sache. Damit mußt Du selbst fertig werden."
das die opposition an der eskalation schuld ist hast du ja mit ja beantwortet, also must auch du damit fertig werden
1.b.da ich nichts wissen kann ist es immer glauben:
Anders:wie ist eure einschätzung dazu?
2.a:zum nachvollziehen benutzt man gewöhlich sein gehirn.
man nennt das auch emparthie, sich hinein versetzten in eine lage.ich kann nach vollziehen wenn jemand zurückschießt
ok wegen der verschwörung bist du dir also sicher.
der umstand das gruppen sich abspechen oder auch ein ziel verfolgen oder einflussnehmen sagt
a. nichts darüber aus, ob sie die einflussmöglichkeiten überhaupt haben
b. heiosst es nicght das das zwangsläufig schlecht ist.
- nicht vergleichbatr, aber in ruanda hätte ich mir die schnelle entsendung von bodentruppen gewünscht.
- auch die gleise nach auschwitz hätten schnellst möglich und immer wieder bombardiert werden müssen
- ich hätte mich auch gewünscht das die blauhelmsoldaten das massaka von Srebrenica verhindertz hätten
das habe ich schon gesehen.
ich kann nur mit namedroping nix anfangen. ausserdem kenne ich die positionen schon
wie gesagt al jazeera könnte sehr interessant für sie sein!
es hat übrigens eher was mit respekt als mit aufregung zutun. für mich ist es eine frage des respekts, dass man auf einander eingeht. aber es geht doch auch bei ihnen.
Jabbours Meinung sei, Ausgangspunkt wäre das falsche Vorgehen der syrischen Streitkräfte gewesen, „..was alle Gruppen der Opposition von Anfang an vehement kritisiert h(ä)tten. Das harte Vorgehen..“ hätte „..den politischen Spielraum ein(geschränkt), dafür erhielten zweifelhafte Gruppen Zulauf, die zu den Waffen (ge)griffen..“ hätten.
Ob das Frau Leukefeld auch so sieht, weiß ich nicht, aber wohl auch, dass so oder so die Führung in Damaskus falsch gehandelt hatte.
Sicherheit und Akzeptanz sichert man nicht dauerhaft mit Waffen, sondern mit allgemeiner, weitverbreiteter Zustimmung, die allen das berechtigte Gefühl geben, in einer Freiheit garantierenden auch die eigene Freiheit sichernden Gesellschaft zu leben.
Was soll da noch zu retten sein - und durch wen?
TV-Sender Al Jazeera: arabischer Nachrichtensender mit Sitz in Doha, Katar. Eigentümer: Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani (Qatar Media Corporation) Welche Rolle spielte Katar in Libyen und wie steht es zu Syrien und Iran? Was befindet sich dort in Katar auch?
Der Sender lebt von seinem guten Ruf aus der Vergangenheit.
Trotzdem ist er mir persönlich als Quelle nicht seriös.
Zitat: "Seine Alleinstellung lässt den Sender aber in den Agenda-Journalismus abgleiten, bei dem er politische Ziele über objektive Berichte stellt. Er spitzt Thesen zu, „ohne plumpen Agitprop“, sagt „Zeit“-Herausgeber Joffe: Man hole Experten, die das in die Kamera sagten, was Al Jazeera hören wolle. Es würden kompromissbereite Palästinenser diskreditiert. Mit der Veröffentlichung von Protokollen diskreter Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern habe der Sender die Friedensbemühungen weiter geschwächt.
Kritik gibt es auch am fehlenden Beißreflex, geht es um Affären Katars. Al Jazeera sei ein „Instrument, um Beziehungen mit anderen Ländern zu kitten“, heißt es in einem von der Internet-Plattform Wikileaks veröffentlichten Kommuniqué des US-Botschafters in Katar, Joseph LeBaron. So berichtete die Gruppe kaum über Proteste im befreundeten Bahrain. Medienexperten zufolge ist das weniger ein direkter Eingriff des Emirs als vorauseilende Selbstzensur.
Aus den Gründen warf vor wenigen Tagen Al Jazeeras Bürochef in Beirut Ghassan Ben Jeddo hin: Al Jazeera habe seine Objektivität und Professionalität aufgegeben und sich dem Skandaljournalismus zugewendet. Dies mache den Sender zu einer Operationszentrale zur Anstiftung und Mobilisierung. Laut Orient-Instituts-Direktor Leder ist das „ein gutes Ereignis“, das Al Jazeera zu mehr Objektivität bewegen könnte.
Quelle: www.wiwo.de/unternehmen/tv-sender-al-jazeera-tausend-und-eine-nachricht-seite-4/4637974-4.html
Was das für die Berichterstattung aus und über Syrien und den Iran bedeutet, muß jeder mit sich selbst abmachen.
kam 1878 als sechsted Kind eines Dachdeckergesellen in Wasserleben zur Welt. Um mich gekümmert hat sie sich zwischen 1942 und 1956.
"Was das für die Berichterstattung aus und über Syrien und den Iran bedeutet, muß jeder mit sich selbst abmachen."
Einfluß haben WIR nicht. Ändern können WIR nichts. Jeder von uns kann nur jeder für sich der Wahrheit näher kommen. Wir sind schon gut, wenn wir uns gegenseitig zu Denkanstößen ermuntern
Zu deinem dritten Wunsch eine Leseempfehlung:
www.novo-magazin.de/45/novo4532.htm
und
www.novo-magazin.de/45/novo4538.htm
sie haben leider die falschen links geschickt.
da steht nix zu srebrenica!
dasin jedem krieg gelogen wird ist jetzt keine neuigkeit und das die taten des gegners immer möglichstbrutal dargestellt werden ist auch nix neues.
sie können aber schwer leugnen dass das massaker stattgefunden hat! blauhelmsoldaten waren dort, die leuchen wurden gefunden. auch die massenvergewaltigungen hat es gegeben. oder unterstellen sie den vielen traumatisierten frauen die auf grund der so entstandenen kinder teils auchnoch geächtet werden, dass sie lügen?
machtinteressen sind das eine, aber wir dürfen darüber das tatsächliche leid nicht vergessen. die menschen dürfen nicht aus bloßem antiimperialistischem reflex geopfert werden.
wenn eine polizeieinheit 10 menschen tötet und angehörige nachher von 50 toten sprechen macht es das für mich nicht weniger schlimm. es darf nicht um die zahlen gehen!
ob es in ruanda 100.000 oder 800.000 tote waren ist mir egal. es geht um das morg
..es geht um das morden.
Andreas Hauß auf seiner Website "medienanalyse-international" zu Thema Syrien - heute eingestellt - kommentiert wie immer brillant und messerscharf. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Eins noch: Uns Außenminister Westerbrille hielt heute eine Pressestunde ab. Er sagte Sätze wie: Assads Zeit ist abgelaufen. Er muss zurücktreten undsoweiterlabersülz. Das hat er damals bei Ghaddafi sehr gut auswendig gelernt, finde ich. Er muss nur aufpassen, dass er jetzt Assad sagt statt Ghaddafi.
NATO-Haupquartier. Und hat sich wahrscheinlich schon entschieden.
Der Bürgerkrieg im Land wird weiter und massiv eskaliert werden.
Lt FAZ und anderen Medien
"...wollen mehrere westliche Regierung außerhalb der Vereinten Nationen auf einen Sturz Assads hinwirken." Also:
Einmischung in innere Angelegenheiten Syriens, Unterstützung bewaffneter Kräfte, die Regierungssoldaten angreifen, Förderung des Bürgerkrieges im Land.
Und alles begleitet mit der immer gleichen gleichgeschalteten Propaganda: "Der Diktator schlachtet sein Volk ab", wir müssen helfen.
Kein Wort über die Angriffe der vom Westen unterstützten "Rebellen" auf Regierungssoldaten und Assad unterstützende Bürger.
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Und warum das alles? Aussage Assad: "Alles was in Syrien passiert, würde im Westen niemand stören, wenn meine Regierung ein Verbündeter des Westens wäre."
Siehe SaudiArabien, Bahrein, Jemen.
Es geht ausschließlich darum, mit Gewalt eine "feindliche" Regierung zu beseitigen!
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An Dialog hat der Westen nicht das geringste Interesse - das würde nur Zeit kosten.
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Ausserdem kommt noch etwas dazu: heute im FAZ-Artikel zum geplantem Krieg gegen den Iran, Zitat:
"Für den früheren Mossad-Chef Efraim Halevy ist das Nachbarland Israels (also Syrien) „Irans Achillesferse“. Israel und der Rest der Welt sollten Iran dort „rausschmeißen“. In Damaskus ist Teheran nach Ansicht des ehemaligen Mossad-Chefs besonders verletzbar, und eine solche Schwächung Irans biete eine „enorme Gelegenheit“."
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Die Zerstörung des Militärpotentials Syriens ist für Israel eine einmalige
Gelegenheit. Damit wäre die Bahn frei für den Angriff auf den Iran.
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Assad kann jetzt machen was er will - es nützt ihm und Syrien nichts mehr.
Ob noch ein Rücktritt die Herren der NATO und Israels besänftigen könnte?
Vielleicht ist auch das schon zu spät.
Ja, es besteht jetzt die Gefahr, das Syrien zerstört wird, wie der Irak, wie Libyen.
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Ganz richtig: Es geht um das Morden. Hast du dir mal überlegt, warum es Tito geschafft hat, diese Völker zum gemeinsamen Kampf gegen Nazideutschland zu einen und warum die nach so vielen Jahren in einem gemeinsamen Staat aufeinander losgingen? Um was ging's dabei auf beiden Seiten? Und wo kamen die neuen Führer her bzw. wo lebten sie bis dahin? Wer bildete die Kämpfer aus, unterstützte und finanzierte sie? In wessen Interesse handelten sie (gegen sich selbst)? Und wie werden die Ereignisse mit einigem Zeitabstand bewertet? Wer hat dabei gewonnen und wer verloren?
Meine Leseempfehlung sollte dich zum Nachdenken anregen – du hast meine Intention nicht verstanden (nicht verstehen wollen?).
Es ist oft nicht alles so einfach und eindeutig, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint oder wie es einem von manchen Medien suggeriert wird.
Aber vielleicht kannst du mit den Kommentaren von Richard Stark mehr anfangen:
www.zeit.de/2012/04/Syrien/seite-2
vielen dank für deine empfehlungen. die intention war offensichtlich. allerdings kenne ich all diese argumente bereits. ich informiere mich ständig und umfassend.
ich weiß nur leider immer noch nicht was du mir damit sagen willst? wer hat welche interessen in syrien? wer ist wo ausgebildet worden? wer erhält von wem waffen? sowas meinen sie oder?
ist alles sicher wichtig.
aber, wenn man sich den verlauf des konflikts in syrien ansieht, sowie die eskalation der gewalt. wenn man mit einbezieht, dass zunächst niemand assads rücktritt forderte hat und trotzdem geschossen wurde (ab dem moment hat für mich übrigens jede regierung auch jede sich links nennende ihre legitimation verloren). wenn man bedenkt wie zurückhaltend "der westen" über monate reagiert hat. wie sehr auch die usa auf die beobachtermission gesetzt haben und vor einem zerfallenden syrien gewarnt haben.
da halte ich die idee eines von langerhand geplanten regimechange doch für sehr weit hergeholt.
hallten sie das eingreifen von außen etwa immer für falsch?
ps.: was wollten sie mir mit dem zeit kommentar den nu sagen? das die menschen versuchen ihr anliegen in ihrem interesse bestmöglich rüberzubringen ist doch klar, oder?
nicht nur die jüngsten ereignisse in tunesien, ägypten und libyen haben gezeigt, wie wichtig internationale öffentlichkeit ist wenn es um den sturz von diktatoren geht (oder halten sie assad etwa nicht für einen diktator?). auch in der eigene geschichte hat assads vater ihnen bewiesen was mit passiert wenn niemand hinsieht.
was wollen sie mir also mit ihren hinweisen sagen? das es in syrien keine folter gibt? dass assad nur vom auslandgesteurte terroristen bekämpft (al kaida arbeitet jetzt mit den usa zusammen oder was) das assad sich einem fähren gerichtsverfahren stellen wird wenn die oppositionellen doch nur zum dialog bereit wären?
man kanns sich immer so zurecht legen wie es einem passt.
sie verdrehen aber auch alles.
assad hat nunmal zuerst geschossen, dass können sie wirklcih schwer weg lügen. da brauch sich auch ein diktator nicht beschweren wenn dann auch mal zurückgeschossen wird. sie würden sich auch schön jeden tag schlagen lassen und zusehen wie ihre freunde neben ihnen sterben oder wie?
das ist doch völlig weltfremd.
warum sind den wohl hunderte soldaten übergelafen in der gefahr das sie selbst oder ihre familien getötet werden? sind die alle gekauft? oder gab es etwa schießbefehle? wenn ja, reicht ihnen das nicht ?
die medien brauchen keine eskalation herbeireden. es gibt sie faktisch. NACHDEM assad scharfschützen und panzer eingesetzt hat gibt es jetzt eben auch gegenangriffe. was ist daran so falsch?
was müsste passieren da mit sie menschen helfen würde?
übrigens haben sich die usa, frankreich und großbritannien gerade erste gegen einen militärschlag gegen den iran ausgesprochen und versuchen israel davon abzuhalten
wenn die usa wollten könnten sie doch längst angreifen warum tuen sie es wohl nicht? na weil sie selbst sagen, dass es unvorhersehbare konsequenzen hat. also wie kommen sie darauf?
Zitat: „ich informiere mich ständig und umfassend...wer hat welche interessen in syrien? wer ist wo ausgebildet worden? wer erhält von wem waffen? ...wenn man bedenkt wie zurückhaltend "der westen" über monate reagiert hat. wie sehr auch die usa auf die beobachtermission gesetzt haben und vor einem zerfallenden syrien gewarnt haben....da halte ich die idee eines von langerhand geplanten regimechange doch für sehr weit hergeholt...was wollten sie mir mit dem zeit kommentar den nu sagen?“
Der user 'Richard Stark' beschreibt in seinem zweiten (sehr, sehr langen) Posting vom 21.01.2012 um 15.54 Uhr „Wie organisiert man eine Revolution ?“
Lesen bildet. Zu den anderen Fragen, die du gestellt hast, gab es in der Presse (und nicht nur im ND) über Wochen detaillierte Informationen. Du hast sie wohl nicht zur Kenntnis genommen.
Zitat: „„hallten sie das eingreifen von außen etwa immer für falsch?“
Das habe ich schon an anderer Stelle gesagt: JA, wenn es um militärisches Eingreifen geht, denn damit wird das Volk sein Ziel nicht erreichen und sinnlos noch mehr leiden ! Fremde Ziele haben dann den Vorrang.
Warum geht die syrische Opposition bisher nicht auf die Vermittlungsangebote aus Moskau ein ? Warum folgt man lieber dem Aufruf der USA, keine Gespräche zu führen ?
Zitat: “nicht nur die jüngsten ereignisse in tunesien, ägypten und libyen haben gezeigt, wie wichtig internationale öffentlichkeit ist wenn es um den sturz von diktatoren geht“
Auch wenn die Öffentlichkeit manipuliert wird? Und Diktatoren dabei mithelfen? Und für die „Unterstützer“ eigene Ziele den Vorrang haben? Warum ist in den von dir genannten Ländern noch keine Ruhe und Glückseligkeit? Saudi-Arabien, Katar z.B. sind Demokratien?
Zitat: „ (oder halten sie assad etwa nicht für einen diktator?). auch in der eigene geschichte hat assads vater ihnen bewiesen was mit passiert wenn niemand hinsieht.“
Meine Meinung über Assad steht hier nicht zur Debatte.
Das Thema lautet: Machtteilung oder Bürgerkrieg
Der letztere Fall bedeutet weitere Tote. Wer meint, das damit rechtfertigen zu können, dass der „Diktator weg muß“ (wozu zumindest Teile des syrischen Volkes eine andere Meinung haben) und dazu einen Bürgerkrieg in dieser Situation, wo der ganze Nahe Osten explodieren kann, für die richtige Methode hält, scheidet für mich als Diskussionspartner ein für alle Mal aus.
Blinder Hass ist wirklich ein sehr schlechter Ratgeber, denn er verstellt den Blick für mögliche Lösungen der Probleme! Er verschlimmert die Situation nur und damit die Leiden des syrischen Volkes. Wenn man's dann einsieht, ist es zu spät.
EoT
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
Arabische Liga will Rücktritt Assads Russland fordert Dialog statt UN-Sanktionen
Besuch der Heuchler Tunesien ein Jahr nach dem Sieg über Ben Ali
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