Wenn Schlussstriche zur Mode werden ...braucht es linken Journalismus
Deshalb jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
28.01.2012

Angekettet am Bergwerkstor

Blockade in Gorleben

Rund 150 Atomkraftgegnerinnen und -gegner haben gestern Mittag für etwa zwei Stunden die sechs Tore zum Endlager-Erkundungsbergwerk in Gorleben blockiert. Dadurch verzögerte sich der Schichtwechsel der Betriebsstätte. Zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam es nicht.

Die Sitzblockade sei als Protest gegen »den Weiterbetrieb der Endlagerbaustelle« zu verstehen, erklärte eine Sprecherin der »Kampagne Gorleben 365«. Geschaffen wurde diese Initiative von der Bildungsstätte für gewaltfreie Aktion »Kurve« und dem bundesweiten Anti-Atomkraft-Netzwerk »X-tausendmal quer«. Während der Blockade ketteten sich zwei Aktivistinnen mit Rohren an einem der Tore fest. Parallel zu diesem Geschehen lief eine Kundgebung der Bürgerinitiative Umweltschutz. Etwa 50 Bergwerk-Mitarbeiter, deren Schicht zu Ende war, mussten auf dem Betriebsgelände verharren. Ihre Kollegen, die zur Ablösung gekommen waren, warteten derweil vor dem nahe gelegenen Castor-Zwischenlager auf das Ende der Blockade.

Die Atomkraftgegner bekundeten, in der aktuellen politischen Situation versuche Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) den Anschein zu erwecken, es gehe um eine »offene Endlagersuche«. Gleichzeitig aber, so gibt die Kampagne zu bedenken, solle Gorleben »mit im Topf bleiben«. Der von Röttgen verkündete Baustopp sei eine Farce. Die Blockade des Schichtwechsels solle deutlich machen, dass von einem Baustopp keine Rede sein kann. Vielmehr werde der Ausbau des Gorlebener Salzstocks zum Endlager für radioaktiven Müll weiter vorangetrieben.

Katja Tempel, Sprecherin von »X-tausendmal quer«, erklärte im Verlauf der Aktion: »Wir fordern von den Ministern, auf dem nächsten Bund-Länder-Gespräch Gorleben als Endlager endgültig aufzugeben und aus dem Topf möglicher Standorte herauszunehmen«. »Gruppen, Bewohnerinnen und Freunde des Wendlands setzen den Bau- und Erkundungsstopp jetzt um, indem wir den Betrieb am Endlagerbergwerk blockieren«, fügte »contrAtom«-Sprecher Jan Becker hinzu.

Für die Initiative »widersetzen« betonte Hauke Nissen: Nach den ersten beiden Bund-Länder-Gesprächen zur Endlagerfrage sei von »weißer Landkarte« und »Baustopp« gesprochen worden. Dennoch werde im Gorlebener Bergwerk weiter gearbeitet. Aber: »Wir Wendländer und Wendländerinnen lassen uns nicht täuschen! Ein Neustart in der Endlagersuche ist nur ohne Gorleben glaubwürdig und ergebnisoffen.«

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken