Berlin (epd/nd). Der Spatz ist der häufigste Wintervogel in Deutschland. Das ergab eine mehrtägige bundesweite Vogelzählung im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) Anfang Januar. Ausgewertet wurden 40 000 Sendungen mit mehr als 1,6 Millionen Vogelbeobachtungen, teilte der NABU am Freitag in Berlin mit. Am zweithäufigsten wurde die Kohlmeise gezählt. Auf Rang drei und vier folgen Blaumeise und Feldsperling.
Dramatische Rückgänge wurden bei den Amseln registriert. Ihre Zahl ging im Vergleich zum Vorjahr bundesweit um etwa ein Drittel zurück. Am stärksten schrumpften die Bestände in Rheinland-Pfalz mit 54 Prozent, gefolgt von Hessen mit 43 Prozent und Baden-Württemberg mit 40 Prozent. In einigen Regionen wie dem Rhein-Neckar-Kreis oder in Heidelberg wurden sogar 66 und 70 Prozent weniger Amseln gezählt. Als wahrscheinliche Ursache nennt der NABU das bis dato unbekannte Usutu-Virus, das im vergangenen Sommer zu einem Amselsterben geführt habe. Das Virus wird in der warmen Jahreszeit von Stechmücken übertragen.
Da konnten die Amseln trampeln wie verrpückt - kein Regenwurm regte sich. Und beim Blattumdrehen war auch nichts zu ergattern. Der NABU darf gefragt werden: Wie viele tote Amseln - infiziert mit dem Usutu-Virus wurden gefunden?
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
Preis: 60,00 €
Preis: 13,95 €
Werbung:
Werbung: