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»Übelste Unternehmen«

Barclays und Vale erhalten Schmähpreis in Davos

Davos (dpa/nd). Der Schmähpreis »Public Eye Award« für soziale und ökologische Vergehen geht in diesem Jahr an den britischen Bankkonzern Barclays Capital und den brasilianische Minenkonzern Vale. Auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos erklärten die Initiatoren am Freitag, beide Konzerne stünden exemplarisch für jene WEF-Mitglieder und Unternehmen, deren Praktiken die Auswüchse einer rein profitorientierten Globalisierung zeigten.

Barclays erhält den Schmähpreis nach Angaben der Jury für Spekulationen mit Nahrungsmitteln. Mit diesen Praktiken treibe die Großbank die Nahrungsmittelpreise auf Kosten der Ärmsten in die Höhe. Vale sei als weltweit zweitgrößter Minenkonzern seit Jahrzehnten für Menschenrechtsverletzungen und rücksichtslose Naturausbeutung verantwortlich. Derzeit beteilige sich Vale am Bau des Belo-Monte-Staudamms im Amazonasgebiet, der voraussichtlich 40 000 Zwangsumsiedlungen zur Folge habe.

Bei der Internetabstimmung über den Publikumspreis bekam Vale über 25 000 Stimmen, dicht gefolgt vom japanischen AKW-Betreiber Tepco. Die »Public Eye Awards« werden seit dem Jahr 2000 unter anderem von Greenpeace vergeben. Mit dem Schmähpreis für das laut den Organisatoren »übelste Unternehmen« wollen die Organisationen aufzeigen, dass Menschen und Umwelt verachtende Geschäftspraktiken Konsequenzen für die Betroffenen, aber auch für das Firmenimage haben.

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56 Kommentare zu diesem Artikel

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  • OBJZ, 27. Jan 2012 22:19

    Falsche Propaganda: Uebelste sind in USA und Deutschland:

    Koch & Heckler und ihre Maschienenpistolen fuer die Polizei in Aegypten und Saudi Arabien, Kraus-Maffei mit Panzern fuer Griechenland, die ganze BRD Militaerindustrie. Boeing-USA mit Militaerfluzeugen und Drohnen, der gigantische "Military-Industrial-Complex". Da kraeht kein "Greenpeace" und die "Gruenen" waren schnell fuer den Krieg gegen Jugoslawien und Intervention in Lybien. VALE ist ist ein Unternehmen welches zu 41% gehoehrt zu den Pensionskassen der Angestellten der Staatlichen Banken in Brasilien und der staatlichen Entwicklungsbank. Das war eine Operation im "Weichen Krieg" der USA und NATO gegen das sich unabhaengig vereinigente Lateinamerika und besonders gegen Brasilien als "Traktor" fuer die Vereinigung und Unabhaengigkeit. In die deutschen Linken - ahnunglos...

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  • OBJZ, 28. Jan 2012 07:47

    Re: Falsche Propaganda: Uebelste sind in USA und Deutschland:

    Das Theater scheint weltweit kaum berichtet in den Medien welche weit gelesen werden : NICHTS darueber in "Portal Vermelho" der KP Brasiliens, auch nichts in New York Times, Washington Post, Forbes. O Estado de Sao Paulo/Brasilien (Konservativ) nur die Nachricht, ohne Kommentar, VALE hat sich nicht geausert. Also nur grosse Aufregung unter deutschen "Gruenen", einigen deutschen "Linken", und katholischen Priestern: Das Organ des oestreichischen katholischen Bischof Kraeutler in Brasilien hat das natuerlich mit Bericht und Kommentar veroeffentlicht.

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  • neoliberal, 28. Jan 2012 09:31

    Lebensmittelpreise

    werden durch Angebot und Nachfrage ermittelt. wie soll durch Spekulation der Preis steigen ? Kann das mal jemand erklären ?

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  • Rotspoon, 28. Jan 2012 09:56

    Nein @neoliberal

    Manche müssen dumm sterben

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  • vlun, 28. Jan 2012 10:03

    Re: Nein @neoliberal

    Nun, lass ihn doch...

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  • neoliberal, 28. Jan 2012 10:12

    Re: Re: Nein @neoliberal

    was früher die Juden waren sind heute die Nahungsmittelspekulanten... sie sind schuld oder niemand ist willens den Mechanismus zu erklären oder zu begründen warum die nicht schon früher so wild spekuliert haben... und natürlich spielen Bürgerkriege, unfähige Regierungen, steigende Nachfrage in den Schwellenländern, Verlust von Boden und Biosprit keine Rolle bezüglich der Preise....

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 10:16

    Re: Nein @neoliberal

    da bin ich nun demütig und frage nach Hilfe hier in diesem solidarischem Forum und werde doch nur links liegen gelassen....

    • Permalink

  • Berndchen, 28. Jan 2012 14:56

    Re: Re: Nein @neoliberal

    Manche Foristen halten Sie offebar für zu intelligent, um Ihnen z.B. noch das Wesen der Spekulation erklären zu müssen.

    • Permalink

  • vlun, 28. Jan 2012 15:03

    Re: Re: Nein @neoliberal

    Forum? Solidarisch? Hab ich auf den falschen Link geklickt?

    • Permalink

  • Flight77, 28. Jan 2012 15:31

    Antwort

    Inflation ist immer ein monetäres Phänomen. Es beschreibt die Ausweitung der Geldmenge und des Kredites.
    Bei der Lebensmittelspekulation verhält es sich ähnlich. Eine grosse Menge an Kapital sucht nach Renditen. Da mit den bisherigen "Luftschlössern" der Finanzmärkte kaum noch was zu erben ist, und Investitionen in Staatsanleihen als ebenfalls zu risikobehaftet eingeschätzt werden, Unternehmensanleihen aus dem selben Grund vernachlässigt werden, hofft man auf Renditen in "Investitionen" in Bereichen in denen immer ein realer Verbrauch und Bedarf besteht.
    Gegessen werden muss immer, und Benzin und Gas werden auch immer benötigt.
    Deshalb drängt eine Menge Geld auf diese Märkte, in der Erwartung weiter steigender Preise.
    Diese "Investitionen" sind also ihrem Wesen nach rein spekulativ und dienen nicht der realen "Befriedigung" eines realen Bedarfs. Die grossen Player (Marktteilnehmer) versuchen nun durch IOnformationsaustausch, auch Insidertrading, und die Verwendung spezieller Gebotstechiken, die Marktpreise in Bewegung zu setzen, und zwar je nach Interessenslage nach oben oder nach unten.
    Ich kann, wie bei jedem anderen Börsengeschäft auch, durch den Kauf von Future (Optionen) auf fallende oder steigende Kurse setzen, und könnte, falls ich genügend potente Partner habe, die Kurse in gewünschter Richtung in Bewegung setzen.

    • Permalink

  • Berndchen, 28. Jan 2012 15:36

    Re: Antwort

    Technisch blendend erklärt.
    Mist ist halt nur, dass dabei Millionen armer Kreaturen hungers verrrecken.
    Die kommen in diesem Plan nicht vor, oder?

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 15:43

    Re: Re: Re: Nein @neoliberal

    ach ja die feine Ironie...

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 15:48

    Re: Re: Re: Nein @neoliberal

    ehrlich gesagt habe ich die Vermutung, dass es so wie mit der Gentechnik läuft: die meisten sind dagegen und die wenigsten wissen was es ist.... Spekulation hat meistens positive Auswirkungen, sie entlavt Verschwendung, Ineffizienz und politischen Wahnsinn...

    • Permalink

  • Berndchen, 28. Jan 2012 16:05

    Und reißt

    manchen die Maske vom Gesicht.

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 16:07

    Re: Re: Re: Nein @neoliberal

    ehrlich gesagt habe ich die Vermutung, dass es so wie mit der Gentechnik läuft: die meisten sind dagegen und die wenigsten wissen was es ist.... Spekulation hat meistens positive Auswirkungen, sie entlavt Verschwendung, Ineffizienz und politischen Wahnsinn...

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 16:13

    Re: Antwort

    " in Erwartung steigenender Preise" und woher nehmen die Spekulanten diese Erkenntnis ?

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 16:35

    Re: Antwort

    "Die grossen Player (Marktteilnehmer) versuchen nun durch IOnformationsaustausch, auch Insidertrading, und die Verwendung spezieller Gebotstechiken, die Marktpreise in Bewegung zu setzen, und zwar je nach Interessenslage nach oben oder nach unten."

    und dass interessiert mich .... wie soll das gehen ? Die Player müssen die Ware kaufen in Erwartung höherer Preise... wenn die höheren Preise aber nicht kommen machen sie Verlust. Hinzu kommt, dass der Produzent auch nicht ganz dumm ist und unter Umständen selbst auf den höheren Preis spekuliert und einfach einlagert. Der Spekulant gewinnt nur, wenn er mehr Wissen hat, er muß also Forschung betreiben und dies tun Heerscharen von Wissenschaftlern und Mathematikern in den Analyseabteilungen der Banken. Und letztlich gibt der Spekulant dem Hersteller über den Preis das Signal zur Ausweitung der Produktion und zwar schon bevor die Knappheit entsteht (sofern die Spekulation stimmt). Solange keine Lebensmittel vernichtet und damit dem Markt entzogen werden steigen ihre Preise nicht wegen dem Spekulanten, den der sagt den Preis ja nur vorraus und macht ihn nicht. Aber vermutlich kann ich mir die Finger wund schreiben....


    PS: Insiderhandel funktioniert nur wenn ich mit den Aktien der eigenen Firma handle, sprich ich durch meine firmeninternen Entscheidungen den Preis beeinflusse...

    • Permalink

  • Flight77, 28. Jan 2012 16:36

    Re: Re: Antwort

    Die Konsequenzen werden ausgeblendet.
    So war schon die Revolution in Tunesien durch immer weiter explodierende Lebensmittelpreise mitverursacht worden. Ebenso in Ägypten.
    Hunger führt zu Revolutionen.
    Das war schon bei der französischen Revolution der Fall. Ein Vulkanausbruch auf Island hatte damals zu einer gigantischen Missernte in Frankreich geführt. Die nun noch knapperen Ressourcen wurden von Versailles stark abgeschöpft.
    Die Ergebnisse sind bekannt.
    Der einzelne Spekulant ist eine vollkommen geschichtslose Existenz. Gestern gibt es nicht. Heute war schon gerade gewesen. Es geht nur um die Erwartung künftiger Erträge und das Einsammeln heutiger Profite.
    Die Rationalisierung eines solchen Verhaltens ist für die meisten Beteiligten überhaupt kein Problem.
    Getanzt wird solange die Musik spielt Punkt.

    Das gilt ja auch für Leute die Bomben oder Kampfflugzeuge zusammenbauer, und genau so für jeden Junkie und Fress- oder Magersüchtigen...

    • Permalink

  • Flight77, 28. Jan 2012 16:45

    Re: Re: Antwort

    Man muss doch noch mit dem Löffel frühstücken um zu glauben, dass die jetzigen Rohstoffpreise auch nur noch irgendetwas mit Angebot und Nachfrage im realen Markt zu tun haben.
    Wie könnte denn sonst eine sinkende Nachfrage zu steigenden Preisen führen, dass ist aber gerade bei einigen Edelmetallen, und nicht nur dort, massiv der Fall.
    Ebenso beim Erdöl. Ansonsten empfehle
    Ich mal den Max Keiser Report auf RT, den gibt es als Konsrve auf RT.com.

    • Permalink

  • Rotspoon, 28. Jan 2012 16:54

    Jetzt wird mir alles klar!

    Diese Spekulanten sind unmittelbar an der Vorbereitung der Revolutionen beteiligtl. Und warum unternehmen die Regierungen und die Weltbank und der IWF und die Uno und die Nato nichts gegen diese Spekulanten?

    • Permalink

  • Flight77, 28. Jan 2012 17:03

    Re: Re: Antwort

    Man muss doch noch mit dem Löffel frühstücken um zu glauben, dass die jetzigen Rohstoffpreise auch nur noch irgendetwas mit Angebot und Nachfrage im realen Markt zu tun haben.
    Wie könnte denn sonst eine sinkende Nachfrage zu steigenden Preisen führen, dass ist aber gerade bei einigen Edelmetallen, und nicht nur dort, massiv der Fall.
    Ebenso beim Erdöl. Ansonsten empfehle
    Ich mal den Max Keiser Report auf RT, den gibt es als Konsrve auf RT.com.

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 17:05

    Re: Re: Re: Antwort

    es wäre freundlich, wenn Sie mir eine Frage beantworten könnten: Warum haben die Spekulanten nicht schon vor 20 Jahren für steigende Preise im Lebensmittelsektor gesorgt und sich dabei dumm und albern verdient ?

    • Permalink

  • Flight77, 28. Jan 2012 17:10

    Re: Jetzt wird mir alles klar!

    Wo sitzen denn der IMF und die Weltbank?
    Welche Leute führen und führten diese Organisationen an?

    • Permalink

  • Berndchen, 28. Jan 2012 17:14

    Re: Re: Antwort

    Also wäre ich Spekulatius, ich würde Lebensmittel künstlich verknappen und wenn dann die Kinder vor Hunger schreien, teuer verkaufen.
    Oder ich züchtete Getreide so um, auf dass den armen Bauern aus dem zurückbehaltenen, eigentlich mehrjährigen Korn im nächsten Jahr nichts mehr wachse. Dann böte ich den Leuten meine Superlebensmittel an, natürlich mit angemessenem Profit für mich.
    Aber Lebensmittellieferungen an solche Länder extrem zu subventionieren, damit die Bauern dort ihre überteuerten Kohlstrünke nicht verkaufen können, ginge natürlich auch.
    Als (vielleicht) Autofahrer könnte ich auch noch den Mais in Größenordnungen verkraftstofflichen, statt die Leute Brot daraus backen zu lassen.
    Als Spekulatius plante ich das alles natürlich im voraus sonst wäre ich ja keiner.

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 17:26

    Re: Re: Jetzt wird mir alles klar!

    warum steigen eigenlich bei uns die Lebensmittelpreise nicht ?

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 17:56

    Re: Re: Re: Antwort

    Eine solch künstliche Verknappung wäre ein Mittel, nur läuft sowas auf Aufkauf und Vernichtung hinaus und das lohnt nicht wenn man es nachrechnet. Dazu müßte man extreme Mengen kaufen und vernichten.
    Der Witz ist der Widerspruch: früher hat die EU Lebensmittel vernichtet, die Welt schrie auf, da es doch Hunger gebe. Und der wäre doch nur ein Problem der Verteilung. Heute subventioniert die Eu Lebensmittelexporte, was nichts anders bedeutet, als dass arme Menschen diese Dinge kaufen können. Natürlich wird jetzt nicht gesagt: gut gemacht ihr schenkt den Menschen etwas... jetzt heißt es: böse Eu ihr zerstört die Märkte, wie auch immer ab 2013 ist damit ja Schluß. Und der Mais der zu Kraftstoff gemacht wird, der müßte ja dem Bauern nützen, da die Preise ja dann anziehen. Aber man kann es nicht allen recht machen: billige Lebensmittel aus der Eu sind falsch, höhere Löhne für die Bauern auch....

    Aber das alles hat nicht mit Spekulation zu tun, oder glauben Sie tatsächlich, dass Barclays mit Saatgut handelt, die sind doch kein Agrarkonzern. Die machen Warentermingeschäfte.

    • Permalink

  • Berndchen, 28. Jan 2012 18:05

    Re: Re: Re: Jetzt wird mir alles klar!

    Das frage ich mich auch.
    Die Währung hieß wohl einstmals DM, zurzeit haben wir den ulkigen €, aber die Zahlen sind zum Glück so geblieben...

    • Permalink

  • Berndchen, 28. Jan 2012 18:08

    Re: Re: Re: Re: Antwort

    Endlich weiß ich's.
    Darauf einen doppelten Maisbrand. Prost.

    • Permalink

  • Flight77, 28. Jan 2012 18:20

    Re: Re: Re: Re: Antwort

    Weil die ihr Geld auf den Aktienmärkten hatten, da waren die Margen höher

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 18:38

    Re: Re: Re: Re: Jetzt wird mir alles klar!

    Zitat "Für den Zeitraum von Dezember 2001 bis November 2011 lag die
    Preissteigerung bei Nahrungsmitteln bei 16 %. In den fast zehn Jahren zuvor waren es 10 %."
    Statistische Bundesamt

    16% in zehn Jahren ist wenig. Das reicht nicht für eine Revolution.Es gibt kaum ein Land, in dem prozentual vom Lohn weniger bezahlt wird als in D.

    • Permalink

  • neoliberal, 28. Jan 2012 18:52

    Re: Re: Re: Re: Re: Antwort

    es hat immer wieder große Einbrüche an den Börsen gegeben (in den letzten 50 Jahren), mit viel Verlust, wenig Handel und wenig Gewinn. Warum gab es in der gleichen Zeit keine Kritik an Lebensmittelspekulation, die es doch eigentlich hätte geben müssen ?

    Warum glauben Sie, dass die Spekulanten an hohen Lebensmittelpreisen schuld sind, wenn doch gleichzeitig der Verbrauch stark gestiegen ist, die Anbaufläche teilweise gesunken, die Energiepreise gestiegen, man Biosprit herstellt, in Europa Flächen stilllegt werden, es in Afrika Bürgerkriege gibt, Klimaveränderdungen zu Mißernten führen ? Das sind doch alles viel wichtigere Faktoren.

    • Permalink

  • Flight77, 28. Jan 2012 19:41

    Re: Re: Re: Re: Re: Re: Antwort

    Natürlich spielen die gestiegenen Energiekosten mit rein.
    Aber die Energiekosten sind auch überdimensional hoch.
    Wie sonst hätte der Kurs mit einem Schlag auf 40 USD sinken können, wenn da keine Spekulation dahinter stehen würde. Das ist doch glasklar. Weniger Agrarflächen??? Weil wir uns das scheinbar leisten können. Es gibt Anbauflächen ohne Ende. Ein Bauer aus dem Odenwald bewirtschaftet zur Zeit eine Farm von mickrigen 250 tausend Hektar. In der Gegend gibt es nochmal 2 Millionen Hektar die genützt werden können. Die Lebensmittelpreise in der EU sind aber aufgrund der Subventionspolitik eh ein spezielles Thema. Auch da gibt es keinen realen Markt. Wenn Sie aber glauben, dass die Börse in Chicago Preise nach Angebot und Nachfrage bestimmt (in der Realwirtschaft) kann ich Ihnen nicht helfen. Wahrscheinlich glaubren Sie auch, dass die Börsenkurse des S&P auch real sind.
    Ohne die Gelddruckerei der FED wären die Kurse schon mindestens 40% im Keller. Die Aktienkurse haben meist rein gar nichts mit der realen Lage der Unternehmen zu tun. Die Kurse der Börsen sind da wo sie sind, weil überall Geld gedruckt wird und zwar ohne Ende. Vergleichen Sie doch mal die Ausschlaäge beim S&P zeitlich mit den Ankündigungen der FED und des treasuries betreffs QE1 und QE II usw...
    Es wird an den Commodity Märkten eventuell mal einen gehörigen Schlag tun. Aber jetzt noch nicht. Bus zu den Olympischen Spielen im Herzland des internationalen Finanzterrorismus wird man noch alles am laufen halten. Dann
    wird sich vieles in der Iranfrage entscheiden. Im Grunde stehen die Angelsachsen mit ihrem Modell am Rande des Zusammenbruches, letzte Option: Krieg.

    • Permalink

  • Flight77, 28. Jan 2012 19:42

    Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Antwort

    P.s. Die Farm ist in Rußland

    • Permalink

  • Ani-metaber, 28. Jan 2012 20:47

    Re: Re: Re: Nein @neoliberal - und mal wieder ein Judenexperte

    Wer nicht nachvollziehen kann, dass ein knappes Gut durch Spekulationsaufkäufe verteuert werden kann und es gerade die Knappheit ist, die hier schamlos ausgenutzt wird, dem ist nicht zu helfen.

    Was sollte man so jemanden vor Augen führen, wie der Preis für ein Einzelstück bei einer Versteigerung in die Höhe getrieben werden kann. Wer dann auf dieses „Einzelstück zurückgreifen muss, ist gezwungen jedweden Preis zu entrichten.
    Und natürlich greift der Mechanismus nur, wenn das Gut zum Einzelstück geworden ist, aber wer kann sich das, die Voraussetzungen und Bedingtheiten nicht denken. Dazu braucht man nicht Wirtschaftswissenschaften studiert zu haben – das dürfte schon den Händlern der Steinzeit, jedem auf dem Markt anbietenden Bauern im Mittelalter und den Fuggern ohnehin bekannt gewesen sein,

    Doch gäbe dies keinen Anlass sich zu melden, der Satz aber,

    „..was früher die Juden waren sind heute die Nahungsmittelspekulanten...“

    zeigt an, welch Ungeist in diesen „Meinungsaustausch“ hier weht. Solche Oberflächlichkeiten, um es harmlos auszudrücken, sollte man sich nicht leisten. Ähnlichen Kram hatte vor nicht allzulanger Zeit auch dieser Prof. UnSinn aus München verbreitet.

    Früher sollen es die Bankiers aus Venedig gewesen sein, denen wir in Europa nicht nur viele Ausdrücke des Geldverkehrs zu verdanken hätten, sondern auch ein Beispiel für die üble Nachrede um Konkurrenten auszuschalten. Ob der Begriff Ghetto daher kommt, weiß ich nicht mehr, aber ist ja auch für den Übel nachredenden bedeutender

    passt für die letzten Gedenktage voll Kanne, und erinnert an die "jüdischen Vermächtnisse" des Roland Koch.

    • Permalink

  • Rotspoon, 28. Jan 2012 22:01

    Fern aller Verschwörungen

    Es gibt eine Absprache zwischen DENENDAOBEN (das ist die jeweilige Regierung), der AgrarINDUSTRIE, den Landwirtschaftlichen ERZEUGERN und dem konzentrierten EINZELHANDEL und die lautet: Die Preise für Grundnahrungsmittel bleiben SCHEINBAR stabil.

    Wer diesen VERDACHT entkräften kann, melde sich

    • Permalink

  • Rotspoon, 28. Jan 2012 22:09

    Was die "Verknappung" betrifft:

    Es ist einer von den ganz großen Tricks

    • Permalink

  • guenter1952, 29. Jan 2012 10:44

    Vale? -1-

    Weil Vale sich am Bau des Belo-Monte-Staudamms im Amazonasgebiet
    beteiligt?
    Diesen Staudamm baut nicht Vale, sondern die brasilianische Regierung.
    Der Beschluss, die Planung, die Finanzierung liegt in der Verantwortung
    der Regierung. Und die Mehrheit der Brasilianer steht dahinter.
    Sie wollen ihr Land weiterentwickeln, und dazu brauchen sie elektrischen
    Strom.
    Und Strom aus Wasserkraft hat eben Vorteile gegenüber Strom aus Kohle
    und Uran.
    Es ist schon merkwürdig, das Umweltschützer aus Europa und den USA,
    also aus Ländern, die ihren Strom überwiegend aus Kohle und Uran
    erzeugen, auf einmal gegen Wasserkraft in Brasilien sind.

    Und noch merwürdiger ist, das sie nicht die "Finanzmärkte", also die
    privaten Inhaber von Miiliarden-Vermögen, die gerade die Welt in eine gravierende Krise geritten haben, als übelste Unternehmen anprangen.
    Und auch die Rüstungskonzerne, die sich gerade mit der Bombardierung Libyens eine goldenen Nase verdient haben (und jetzt bereits auf den
    nächsten Krieg hoffen) , werden nicht erwähnt.
    .
    Stattdessen wird von europäischen und US-"Umweltschützern" eine
    Firma. die im Auftrag seiner Regierung an einem Wasserkraftwerk
    baut, als übles Unternehmen angeprangert.
    .
    Warum? Weil durch den Stausee "Indigene" umziehen müssen.
    Nun könnte man sagen, ok, nur umziehen, das ist ja noch besser als
    bombardiert zu werden wie im Irak oder Libyen. Aber so polemisch
    argumentieren wir ja nicht.
    .
    Wenn man Brasilien kennt, weiß man, das viele Brasilianer, die
    aus "indigenen" Familien kommen, so normal wie alle leben wollen.
    Also mit eigener Wohnung oder Haus, Auto, Fernseher, einer normalen
    Arbeit, Ulaub, usw. Ein normales "Mittelstandsleben eben.
    .

    • Permalink

  • guenter1952, 29. Jan 2012 10:56

    Vale? -2-

    Aber es gibt auch "Indigene", die noch sehr einfach und traditionell leben.
    Und wenn diese Indigenen durch einen Staudammbau umziehen sollen,
    werden sie durch ausländische NGO's unterstützt. Diese NGO "helfen"
    ihnen bei der Organisation von Demonstrationen, bei der Präsentation
    in den Medien.
    Tja, und die NGO's fordern nicht, das die Betroffenen unterstützung beim
    Umzug bekommen, oder neue entsprechende Grundstücke, sondern sie
    fordern, das die "Indigen" dort bleiben können, wo sie jetzt leben.
    Dazu werden weiltweit schöne Bilder von sauberen Flüssen gezeigt,
    mit spielenden Kindern am Flussufer. Gleich daneben steht ein Fischer
    mit einem Speer in der Hand, der das Mittagsessen besorgt.
    .
    Und diese schöne Idylle will der böse Konzern zerstören!
    Natürlich könnte man die "Umweltschützer" aus Europa und den USA fragen, warum sie nicht in Europa und den USA dafür kämpfen, die
    entsprechende Idylle in IHREN Ländern wieder einzuführen?
    Aber das wäre ja schon wieder billige Polemik!
    .
    Es soll in Brasilien linksradikale Politiker geben, die behaupten, das die
    vielen NGO's im Land von der Regierungen Europas und der USA
    sogar unterstützt werden - um die wirtschaftliche und gesellschaftliche
    Entwicklung Brasiliens (und anderer Länder Südamerikas) zu behindern.
    Die neuen linken Regierungen dort scheinen im Norden nicht so beliebt
    zu sein.

    • Permalink

  • Rotspoon, 29. Jan 2012 11:25

    Übrigens

    Wesentlicher Stifter und Sponsor des Public Eye Award ist Greenpeace. Greenpeace ist eines der übelsten Unternehmen unter den Öko-Multis. Die Führung ist jeder öffentlichen Kontrolle entzogen. Ihr Auftraggeber ist OTAN (Organisation du Traité de l’Atlantique du Nord)

    Der Umweltschützer Patrick Moore, Gründungsmitglied und ehemaliger Präsident von Greenpeace International:
    „Greenpeace hat sich von Logik und Wissenschaft verabschiedet. Die Kampagnenprofis arbeiten mit emotionalen Bildern. Für viele Menschen sieht ein Tulpenfeld viel besser aus als ein frischer Kahlschlag, wo nur noch häßliche Baumstümpfe zu sehen sind. Viele denken leider nicht so weit, dass der Wald wieder nachwächst und dass die Forstindustrie auch ein starkes ökonomisches Interesse daran hat, dass er nachwächst. Die biologische Vielfalt eines Tulpenfeldes tendiert jedoch gegen Null.“

    • Permalink

  • Ani-metaber, 29. Jan 2012 11:30

    Seltsame Naivität und Gleichschritt mit Gigantismus

    „..Es ist schon merkwürdig, dass Umweltschützer aus Europa und den USA, also aus Ländern, die ihren Strom überwiegend aus Kohle und Uran erzeugen, auf einmal gegen Wasserkraft in Brasilien sind..“
    Ist dies nicht ein Satz voller Unterstellungen?
    Eine vereinfachende, um es nicht plumpe, mindestens undifferenzierte und pauschalierende Unterstellung?
    Die Umweltschützer befürworteten die Gewinnung von Atom- und Kohlestrom in den Ländern Europas und der USA ?

    Wasserkraft kann in gigantischen Großprojekten mit dann oftmals langen Transportwegen, oder in kleineren dezentralen Anlagen erzeugt werden. wie das in Brasilien aussieht, sollte man sich anschauen, um zu einem Urteil zu kommen.
    Wer sich nur ein wenig mit dem Thema befasst hat, weiß auch, dass in der BRD die Frage oftmals lautet, warum – etwa Windkraft – nicht dort produziert wird, wo sie gebraucht und auch genutzt werden könnte, wie etwa im bekannten Beispiel von Bayern. Ähnliche Aussagen hört man aber auch über die Lage in Brasilien.
    Auch ist in der BRD bekannt, dass es doch eigentlich wenig Sinn macht, die Gebiete der ehem. DDR weiter zu entvölkern, obwohl dort ein Großteil erneuerbarer Energie erzeugt wird bzw. werden kann, und nicht etwa die Energie verlangende Produktion dort fortzuführen, wo Menschen (noch) und Energie vorhanden sind. Auch in Brasilien wird hinterfragt, ob es richtig ist, weiterhin Megastädte entstehen zu lassen, statt Lebensgrundlagen in der Fläche aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen.

    Oftmals werden durch Großprojekte mehr Menschen in Armut gestürzt, als anderen durch sie geholfen werden kann, oft sind Großprojekte eben nicht so „alternativlos“ wie sie hingestellt werden.

    • Permalink

  • Ani-metaber, 29. Jan 2012 11:35

    Re: Seltsame Naivität und Gleichschritt mit Gigantismus

    Und wer Kritiker meint angehen zu müssen, indem ihnen der naive Wunsch nach irgendeiner „Idylle“ unterstellt wird, kann der verlangen, dass er ernst genommen wird, wo dabei noch nicht mal eine Rechnung der Vor- und Nachteile vorgenommen worden ist?

    Ist Umweltschutz nicht als Interesse für das Wohl der Bevölkerung zu benennen, und in seiner wirtschaftlichen Bedeutung und Notwendigkeit für die Gegenwart und Zukunft unabweisbar dringend?

    Ich glaubte die Dachlattenmentalität eines Holger Börners, der glaubte damit auch noch "proletarisches Gebaren" an den Tag gelegt zu haben, wären längst vorbei und.
    der unselige Satz
    „Kommunismus – dass ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“,
    war Bestandteil einer Politik vieler fragwürdiger Großprojekte, in der der (obendrein fragwürdige) Zweck die unheiligen Mittel heiligen sollte und unnötig und unverantwortlich vielen das Leben kostete,
    aber auch in zahlreiche Katastrophen führte, weil sie unökologisch waren und damit den Menschen schadeten.

    • Permalink

  • Rotspoon, 29. Jan 2012 12:46

    Dachlattenmentalität - wat dat?

    Was Du hier gerade ausbreitest, @Ani-metaber, das nennen wir in meiner Gegend Kraut und Räuben. Und in diesem Haufen werde ich jetzt nicht nach Genießbaren wühlen.
    Aber auf Deine Frage: "Ist Umweltschutz nicht als Interesse für das Wohl der Bevölkerung zu benennen, und in seiner wirtschaftlichen Bedeutung und Notwendigkeit für die Gegenwart und Zukunft unabweisbar dringend?" antworte ich kurz und knapp: Nein.

    • Permalink

  • Rotspoon, 29. Jan 2012 12:52

    Genau!

    Sagt doch @OBJZ - und der versteht etwas davon - auch immer.

    • Permalink

  • Ani-metaber, 29. Jan 2012 12:56

    Re: Dachlattenmentalität - wat dat?

    Hillary Clinton würde sagen: „unhelpful“

    Holger Börner wurde nachgesagt, gewisse Konflikte mit der Dachlatte lösen zu wollen.
    Mein Bedauern möcht aber nicht ausführen, denn die Notwendigkeiten für einen anderen Umgang mit und in der Umwelt werden von den Realitäten bestimmt und an denen muss sich letztlich selbst der "liebe Gott" orientieren.

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  • Rotspoon, 29. Jan 2012 13:31

    Na,

    das war ja wohl nichts

    • Permalink

  • guenter1952, 29. Jan 2012 15:54

    Re: Seltsame Naivität?

    Also wenn es um Umweltschutz in Brasilien geht, dann ist das primär
    die Angelegenheit der Brasilisaner.
    Denn eins weiß ich aus eigener Erfahrung:
    die Brasilianer legen absolut keinen Wert mehr auf kluge Ratschläge aus dem Norden, aus Europa und den USA.
    Nach Jahrhunderten der kolonialen Ausbeutung und der imperialen
    Einmischung Europas und der USA reagieren die Brasilianer (und viele
    andere Südamerikaner) allergisch auf jedwede Art der Einmischung aus
    dem Norden. Sie empfinden derart Einmischung als Fortsetzung des
    kolonialen Selbstverständnisses der Herren aus dem Norden.

    Und tatsächlich ist es auch so, das viele in Europa und der USA glauben,
    das sie kulturell "höher" entwickelt sind, die Krone der Menschheit sozusagen.
    .
    Also lasst Brasilien Belo Monte bauen, sie haben sich mit übergroßer
    Mehrheit dazu entschlossen, sie wollen Wasserkraft so nutzen wie
    dort geplant.
    Und hört endlich auf, den Menschen im Süden zu sagen, wie sie leben sollen und wie sie ihre Energieversorgung organisieren sollen.
    Es reicht einfach.
    .

    • Permalink

  • guenter1952, 29. Jan 2012 16:00

    Die "Rechnung der Vor- und Nachteile"

    ist Sache der Brasilianer. Das geht uns schicht und einfach nichts an.
    Die Brasilianer haben sich entschieden, diesen Staudamm so zu bauen,
    was bitte geht Europa und die USA die "Rechnung der Vor- und Nachteile"
    an?
    Legen Europa und die USA etwa Ländern des Südens wie Brasilien eine entsprechende Rechung für IHRE Energieprojekte vor?
    So langsam sollten gewisse Leute einmal herunterkommen vom ihrem
    hohen Ross.

    • Permalink

  • Ani-metaber, 29. Jan 2012 16:55

    Re: Re: Seltsame Naivität? Gigantismus: Ja Bitte

    Aha, die Konzerne dürfen rechnen – Umwelt- und Menschenschützer nicht

    Thyssen Krupp darf den Brasilianern „gute Ratschläge“ und „gute Investionsgelder“ geben, und Siemens darf den Brasilianern gerne helfen,

    „..Hauptsächlich die großen Baufirmen, Betonfabrikanten, Ingenieurbüros, die Lulas Wahlkampagne mit hohen Summen unterstützten, wollen jetzt im Gegenzug Bauaufträge“,

    „..Die Geschichte des brasilianischen Atomprogramms ist aufschlußreich. 1975 schließt der sozialdemokratische Bundeskanzler Helmut Schmidt mit den Foltergenerälen der damaligen Militärdiktatur den deutsch-brasilianischen Atomvertrag - zu einer Zeit, da auf der Gefängnisinsel Ilha Grande unweit des AKW-Bauplatzes ungezählte politische Gegner barbarisch gefoltert und danach vor der Traumküste lebendig den Haien zum Fraß vorgeworfen werden..“

    www.trend.infopartisan.net/trd0903/t140903.html

    Arrogant und einmischend, bevormundend usw. sind natürlich nur die „Umweltschützer“ die den „Umwelschützern“ beiseite stehen, nicht die Ausbeuter die mit den Ausbeutern fröhlich und unvoreingenommen im gegenseitigen Respekt und ohne koloniale Allüren zusammenarbeiten.

    Noch vor kurzem hieß es:
    „Siemens will Hermes-Bürgschaft für Atom-Export“
    www.rdl.de/index.php?option=com_content&task=view&id=4796&Itemid=321

    Da kann man sich nur freuen, dass die BRD mit Westerwelle und Niebel solch noble Gestalten besitzt die die Brasilianer auf Augenhöhe zu behandeln wissen – im Gegensatz zu den vielen „Umweltnörglern“.

    Na, wenn da mal nicht Hopfen und Malz verloren ist.

    • Permalink

  • Berndchen, 29. Jan 2012 16:59

    Re: Fern aller Verschwörungen

    Und das "Statistische Bundesamt" als Staatsorgan hat das mit Zahlen entsprechend zu unterfüttern. Ist ja ein Staatsorgan.
    Vor dem "Wahrheitsgehalt" der Zahlen aus diesem Amt erstarre ich nicht in Ehrfurcht.

    • Permalink

  • guenter1952, 29. Jan 2012 18:31

    Re: Re: Re: Seltsame Naivität?

    Noch etwas zur Folter während der MilitärDiktatur:
    die europäischen Regierungen und die USA haben die Militärdiktatur
    immer unterstützt. Jetzt ist in Brasilien eine Frau, die während der
    Militärdiktatur eingesperrt und gefoltert wurde, die PRÄSIDENTIN:
    Dilma Rousseff.
    Dilma sollte eigentlich auf dem Wirtschaftsgipfel in Davos sprechen -
    sie ließ den Termin sausen und redete lieber auf dem SozialForum in
    Porta Allegre. Kein anderer westlicher Staatschef trat dort auf.

    • Permalink

  • guenter1952, 29. Jan 2012 18:49

    Re: Re: Re: ThyssenKrupp und Siemens?

    Sind willkommen - wenn sie ihr KnowHow mitbringen und den Brasilianern zur Verfügung stellen.
    WAs spricht dagegen? Brasilien will sich weiter entwickeln!
    Autos, Computer, Flugzeuge, Elektronik - alles wird in Brasilien selbst
    produziert. Und mit dem neuen Stahlwerk von ThyssenKrupp wird eben
    Stahl produziert - nicht mehr nur Eisenerz exportiert.
    Autos werden beim Import mit hohen Zöllen belegt, wenn sie nicht einen
    hohen Prozentsatz von Teilen brasilianischer Produktion beinhalten.
    In Brasilien werden z.Zt. neues Schiffswerften aufgebaut - während in
    Europa die WErften sterben.
    .
    Die Erfolge der linken Lula-Regierung sind beindruckend -während der
    zwei Amtszeiten von Lula wurde die Armut massiv zurückgedrängt.
    30-40 Millionen Brasilianer stiegen aus der Armut in die Mittelklasse auf.
    Die Privatisierungs-Politik seiner Vorgänger wurde beendet und teilweise zurückgenommen (Beispiel Petrobras).
    Bettelnde Kinder sieht man nicht mehr (ich jedenfalls habe im letzten Juni keine mehr gesehen).
    Aber was das Wichtigste ist: der Anteil der arbeitenden Bevölkerung am
    gesamten Volkseinkommen ist GESTIEGEN!
    Es gab KEINE Umverteilung von unten nach oben wie in Europa und den
    USA.
    Das ist etwas, was man sich im Norden nicht mehr vorstellen kann!
    .
    Die europäische Linke sollte endlich einmal die Erfolge der linken Regierungen in Südamerika zur Kenntnis nehmen - und sich nicht
    mit Hilfe von "Umwelt- und Indigenen"-Themen GEGEN diese Regierungen
    in Stellung bringen lassen.

    • Permalink

  • neoliberal, 29. Jan 2012 19:14

    Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Antwort

    ok ich gebe auf... ich habe keine Ahnung welchen Satz ich zuerst auseinander nehmen soll... die Zahlen sind irre ... ihre Vermutungen ebenso und das ist ein grundlegendes Problem in diesem Forum: Vermutungen, Verschwörungen statt Zahlen und Fakten... Mechanismen werden nicht ansatzweise verstanden und man möchte das auch gar nicht... man will weiter einer linken Folklore nachhängen und vergißt dabei eins:

    hört auf die Kommunisten !!

    in China !!

    • Permalink

  • neoliberal, 29. Jan 2012 19:27

    Re: Re: Re: Re: ThyssenKrupp und Siemens?

    "Es gab KEINE Umverteilung von unten nach oben wie in Europa und den
    USA."

    es gibt sicher Fortschritte, aber der Ginikoeffizient liegt bei etwa .55 in den USA bei .45 und in D bei .25 nur in Schweden liegt er noch niedriger.
    Die Aussage ist also Murks.

    Ach ja: haben die eigentlich ALG2 oder Wohngeld oder Bafög oder Kindergeld oder Waisenrente oder oder oder....

    Zeigen Sie mir ein Land in Südamerika das nur in die Nähe unseres Sozialsystems kommt. .....

    • Permalink

  • guenter1952, 29. Jan 2012 20:53

    Re: Re: Re: Re: Re: Falsch verstanden?

    In Europa gibt es seit Jahren eine laufende Veränderung in der Einkommensverteilung: der Anteil der arbeitenden Bevölkerung am gesamten Volkseinkommen sinkt, d.h., dieser Anteil wird immer kleiner.
    Es gibt einen Prozess der Umverteilung des Volkseinkommens von unten
    nach oben, d.h., die Menschen "unten" bekommen immer weniger vom Kuchen ab, die "oben" immer mehr.
    Verstanden?
    .
    In Brasilien gibt es seit Jahren ebenfalls eine laufende Veränderung
    in der Einkommensverteilung: der Anteil der arbeitenden Bevölkerung am gesamten Volkseinkommen ist gestiegen, d.h., dieser Anteil wurde grösser.
    Alles klar?
    .
    Es geht mir um die unterschiedlichen Entwicklungsrichtungen.
    .
    Das trotzdem die Durchschnittseinkommen in Deutschland (noch) höher sind als in Brasilien, ist klar - und das gibt der genannte Gini-Index wider.
    .
    Aber das wussten Sie doch alles schon, nicht wahr?

    • Permalink

  • neoliberal, 29. Jan 2012 21:27

    Re: Re: Re: Re: Re: Re: Falsch verstanden?

    tut mir leid, aber bezüglich des Ginikoeffizenten muß ich widersprechen:

    Der Koffizient gibt nicht den Durchschnitt an, sondern die Verteilung. Ist er niedrig geht es in Richtung gleicher Einkommen, also bei null würden alle das gleiche bekommen. Ist er hoch, dann gibt es große Einkommensunterschiede.

    Zusammengefasst: es gibt nur sehr wenige Länder in denen es geringere Einkommensunterschiede gibt als D.

    Im übrigen gehört man in D ab 4406Euro brutto! im Monat zu den oberen 10 % und zahlt den Höchststeuersatz 42% ab 20900 dann 47% also fast die Häfte. Daraus ergibt sich folgender interessanter Fakt: die oberen 10 Prozent zahlen aus etwa 25% der Gesamtlohnsumme fast 52% der gesamten Steuern.
    Die ärmere Hälfe der Gesellschaft zahlt im übrigen 7% des Gesamtaufkommens aus knapp 29 % der Gesamtlohnsumme.

    • Permalink

  • Berndchen, 30. Jan 2012 18:32

    Ich pflege

    mein Brot eigentlich beim Bäcker zu kaufen und nicht beim statistischen Bundesamt...

    • Permalink

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