London (dpa/nd). Der britische Ölkonzern BP hat eine Schlappe erlitten beim Versuch, die Kosten der von ihm verursachten Ölpest im Golf von Mexiko auf seine früheren Partner abzuwälzen. Ein US-Gericht entschied am Donnerstag, dass das Schweizer Betreiberunternehmen der havarierten Ölplattform »Deepwater Horizon«, Transocean, nur eine Teilschuld trifft. Die Kosten für die Ölpest werden auf rund 40 Milliarden Dollar geschätzt. BP versucht, diese zumindest zum Teil auf seine Partner abzuwälzen. Dazu gehört auch der Erdöldienstleister Halliburton, den BP seinerzeit angeheuert hatte, um das Bohrloch am Meeresgrund zu zementieren. Die Briten werfen dem US-Unternehmen vor, der damals verwendete Zementmix sei fehlerhaft gewesen.
Am 27. Februar startet in New Orleans der Prozess zur »Deepwater-Horizon«-Katastrophe. Das Zivilgericht befasst sich mit 535 gebündelten Einzelklagen von 120 000 Klägern, darunter der Regierung in Washington und Gemeinden am Golf von Mexiko. Ob es zu einem Urteil kommt, ist völlig offen. Mehr
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