(dpa). Das Ringen um die Berliner Wasserpreise geht in die nächste Runde. Das Bundeskartellamt fordert, sie in den nächsten drei Jahren um 19 Prozent zu senken. Nun haben die Wasserbetriebe auf diese Forderung mit einer umfangreichen Stellungnahme reagiert, wie eine Sprecherin am Montag sagte. »Wir lehnen Preissenkungen nicht ab«, teilte das Unternehmen mit. Man sei aber an das Betriebegesetz und die Wassertarifordnung gebunden.
Die Wasserbetriebe bezweifeln außerdem, dass das Bundeskartellamt zuständig ist und hatten deshalb geklagt. Die Klage liegt noch beim Oberverwaltungsgericht Münster. Das Bundeskartellamt will bis zum März endgültig entscheiden. Setzt sich die Bonner Behörde durch, sänke der Trinkwasserpreis von 2,17 Euro pro Kubikmeter um 36 Cent.
Die Geheimverträge zur Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe im Jahr 1999, unter Verantwortung des CDU-SPD-Senats unterzeichnet, erregten seit langem den Unmut der Berliner. Etwa 280 000 Berliner hatten dafür in einem Volksbegehren unterschrieben, welches der Berliner Wassertisch initiierte.
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