Schwerin (dpa/nd). Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin ist wegen einer Etatlücke von 1,4 Millionen Euro erneut von Insolvenz bedroht. In den nächsten drei Wochen muss das Finanzloch gestopft werden, sonst muss Intendant Joachim Kümmritz Konkurs anmelden, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung Schwerin am Dienstag sagte.
Ein Rettungsplan von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow von der LINKEN war am Montagabend vorerst gescheitert, die Stadtvertreter verweigerten ihre Zustimmung. Gramkow will 1,17 Millionen Euro Umlandumlage von den sogenannten Speckgürtel-Dörfern rund um die Landeshauptstadt für die Theaterrettung verwenden. Die Abgeordneten signalisierten Beratungsbedarf. Mitte Februar soll in einer Sondersitzung der Stadtvertretung erneut über den Vorschlag abgestimmt werden. Den Rest des Finanzlochs, rund 200 000 Euro, soll das Staatstheater mit eigenen Einsparungen schließen. Erst im letzten Herbst war eine Insolvenz des Staatstheaters mit knapper Not abgewendet worden. Damals fehlte eine Million Euro. Darauf beschloss der Aufsichtsrat ein Sanierungskonzept mit drastischen Einschnitten. Dazu gehört auch die Schließung der Fritz-Reuter-Bühne.
Aktuelle Ausgabe: 21.05.2012
Föderales in Frage gestellt Untersuchungsausschuss lädt Sicherheitschefs vor
Preis: 17,99 €
Preis: 19,99 €
Werbung:
Werbung: