Potsdam/Berlin (dpa). Bei klirrender Kälte starten Berliner und Brandenburger nach den Schulferien in die neue Woche. In der Mark wurden mit minus 21 Grad in der Nacht zu Sonntag in Wusterwitz (Potsdam-Mittelmark) und in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) neue Rekordwerte in diesem Winter gemessen. Auch die Berliner bibberten: Im Stadtteil Müggelheim im Südosten der Hauptstadt rutschte das Quecksilber auf minus 19 Grad. Straßenglätte führte mancherorts zu Unfällen. Die Schifffahrt ruht. Viele Seen und Flüsse überzieht eine Eisdecke. Vereinzelt schneit es bis zur Wochenmitte.
»Der Dauerfrost bleibt«, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Potsdam. Auch in den beiden kommenden Nächten werde es noch sehr kalt. »In der Nacht zum Mittwoch könnte es etwas milder werden, wenn man bei Temperaturen von minus 9 Grad von mild sprechen kann.«
Am Samstag ereigneten sich in Brandenburg 149 Verkehrsunfälle. Ein Mensch kam ums Leben, 26 wurden verletzt, wie das Polizeipräsidium in Potsdam berichtete. In Cottbus kam aus noch ungeklärter Ursache ein mit vier jungen Männern besetztes Auto in einer Kurve von der Straße ab. Es fuhr gegen eine Laterne. Laterne und Auto kippten um, wie die Polizei mitteilte. Ein 18-Jähriger starb am Unfallort. Ein 17- und ein 26-Jähriger kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der vierte Insasse, ein 16 Jahre alter Jugendlicher, wurde leicht verletzt.
Im Landkreis Teltow-Fläming war es offenbar besonders glatt. Am Samstag schleuderte eine 32-jährige Fahrerin auf dem Berliner Ring bei Ludwigsfelde auf glatter Fahrbahn gegen eine Leitplanke. Dabei wurden sie und drei im Wagen sitzende Kinder im Alter von einem halben bis acht Jahren leicht verletzt. Alle kamen ins Krankenhaus.
In Mahlow geriet eine 35-jährige Fahrerin bereits am Freitag auf winterglatter Straße ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Sie und ihre 15-jährige Tochter kamen verletzt ins Krankenhaus. Ebenfalls am Freitag verunglückte eine 19-jährige Fahrerin in Ludwigsfelde. Auf glatter Straße fuhr sie gegen ein Geländer. Die Frau und ihr gleichaltriger Begleiter kamen ins Krankenhaus.
In Fürstenwalde (Oder-Spree) bewahrten Beamte einen betrunkenen Mann vor der klirrenden Kälte der Nacht und nahmen ihn am Samstagabend vorübergehend in Gewahrsam.
Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes wuchs der Eispanzer der Oder von Samstag zu Sonntag um gut 15 Kilometer. Auch andernorts geht für die Schifffahrt gar nichts mehr: So sind etwa der Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal oder die Havel-Oder-Wasserstraße zu. Zentimeterdicke Eisschichten machen die Wasserstraßen unpassierbar.
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