Der Schriftsteller und Philosoph Jens Sparschuh (56) ist für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert worden. Seine Gesellschaftssatire »Im Kasten« gehört zu den fünf Werken, die die Jury in der Kategorie Belletristik auswählte.
Außerdem wurden Sherko Fatah (»Ein weißes Land«) und Thomas von Steinaecker (»Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen«) nominiert. Mit dabei ist erneut der Vorjahres-Nominierte Wolfgang Herrndorf, diesmal mit seinem literarischen Thriller »Sand«. Einzige Frau im Kreis der Kandidaten ist die Stuttgarter Autorin Anna Katharina Hahn (»Am Schwarzen Berg«.) 2011 war Clemens J. Setz der Belletristik-Preisträger. Die Buchmesse wird in diesem Jahr vom 15. bis 18. März veranstaltet.
Der Preis der Leipziger Buchmesse wird zum achten Mal verliehen. Er ist mit insgesamt 45 000 Euro dotiert. Zu den ausgewählten Autoren im Bereich Sachbuch/ Essayistik gehörten Jörg Baberowski mit »Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt«, Carolin Emcke mit »Wie wir begehren«, Manfred Geier mit »Aufklärung. Das europäische Projekt«, Lothar Müller mit »Weiße Magie. Die Epoche des Papiers« sowie Wilfried F. Schoeller mit »Alfred Döblin. Eine Biographie«.
Die Jury unter Vorsitz der Publizistin Verena Auffermann sichtete in den vergangenen Wochen 460 Titel, die von 147 Verlagen eingereicht wurden. Zur Jury gehören außerdem Johanna Adorján (»Frankfurter Allgemeine Zeitung«), Jens Bisky (»Süddeutsche Zeitung«), Martin Ebel (»Tages-Anzeiger«, Zürich), Adam Soboczynski (»Die Zeit«) sowie die freien Literaturkritiker Eberhard Falcke und Ingeborg Harms.
Die Preisverleihung findet am 15. März auf der Leipziger Buchmesse statt. Die Gala könne in diesem Jahr erstmals per Livestream im Internet verfolgt werden, teilte die Messe am Donnerstag mit.
dpa/epd
Aktuelle Ausgabe: 26.05.2012
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