Washington/Damaskus (dpa/ AFP/nd). Eine Friedensmission in Syrien ist nach Einschätzung von Washington und Ankara ohne Zustimmung der Führung in Damaskus nicht möglich. Voraussetzung für solch ein Eingreifen sei die Unterstützung der syrischen Regierung, sagten US-Außenministerin Hillary Clinton und ihr türkischer Amtskollege Ahmet Davutoglu bei einer Pressekonferenz in Washington. Clinton fügte hinzu, Syrien habe die Forderung der Arabischen Liga nach einer Friedensmission mit UN-Blauhelmen bereits abgelehnt. Die Liga hatte nach dem Scheitern ihrer Beobachtermission in Syrien die Entsendung einer UN-Friedenstruppe in das Land vorgeschlagen. Die Regierung in Damaskus wies den Vorstoß zurück. Russlands Außenminister Sergej Lawrow machte einen Waffenstillstand zur Bedingung für einen solchen Einsatz.
Clinton und Davutoglu verwiesen auf die Bedeutung der Konferenz der »Freunde Syriens« in der kommenden Woche in Tunesien. Das ist ein Bündnis aus arabischen und westlichen Staaten, die gemeinsam gegen das Assad-Regime vorgehen wollen. Beide Politiker riefen Damaskus auf, die Forderung der Arabischen Liga zu beherzigen und die Krise im eigenen Land zu entschärfen.
Unterdessen hat die syrische Führung ihre Angriffe auf Homs offenbar verstärkt. Menschenrechtsaktivisten zufolge lag die Stadt am Dienstag unter dem heftigsten Beschuss seit fünf Tagen.
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