Verneigung vor den Vergessenen

Eine Ausstellung am Holocaust-Mahnmal ehrt mit Lesungen »Von den Nazis verfemte Schriftsteller«

Ausstellungsansicht

»Warum seid ihr so spät gekommen?« Die Worte Armin T. Wegners, die lange Jahre nach dem Krieg zu seinen »Wiederentdeckern« sprach, drücken die ganze Tragik aus, die der ignorante Umgang der Bundesrepublik mit »ihren« Exil-Schriftstellern verursachte. Wegner freilich ist ein extremes Beispiel, schließlich war der expressionistische Lyriker auf dem ersten deutschen Schriftstellerkongress 1947 gar fälschlich für tot erklärt worden. Was aber der Selbstsicht Wegners durchaus entsprach. »Auswandern ist wie sterben«, klagte er, der bereits 1933 einen Protestbrief an Adolf Hitler schrieb, vor dem Exil. Jenen wie Wegner von den Nazis verjagten und verbrannten Dichtern widmet der Ausstellungspavillon am Holocaust-Mahnmal eine Ausstellung mit Rahmenprogramm.

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