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Von Wilfried Neiße
16.02.2012
Brandenburg

»Perfektes Team« ist formiert

Stellvertretende Regierungssprecherin Gerlinde Krahnert kandidiert als Landesvize der LINKEN

Das Geheimnis um den letzten seiner Personalvorschläge hat der designierte Landesvorsitzende der LINKEN Stefan Ludwig gestern gelüftet: Er hat die stellvertretende Regierungssprecherin Gerlinde Krahnert dafür gewinnen können, für die Funktion der stellvertretenden Landesvorsitzenden zu kandidieren. Sein »perfektes Team« stehe damit, wie er es in eigenen Worten »neudeutsch« formulierte.

Sollten die Delegierten auf dem Parteitag in Blossin sie wählen, würde damit Gerlinde Krahnert das, was sie schon in den 90er Jahren gewesen ist: Landesvize. Ludwig lobte gestern ihre »strategischen Fähigkeiten, ihr Knowhow in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Für die Mitarbeit im Landesvorstand wird laut Ludwig auch Finanzstaatssekretärin Danila Trochowski kandidieren. Neben Ludwigs Vorschlägen kandidieren noch weitere Parteimitglieder für den Landesvorstand.

Ludwig als Vater von vier Kindern will vor allem die Chancen der Jüngsten im Land verbessern. Ausdrücklich hob er gestern vor den Medien das dichte Netz der Vorsorge hervor, wie es für die DDR-Zeit typisch gewesen und wie es nach der Wende immer löchriger geworden sei. Auch in der Einkommenssituation sieht er seine Partei auf der richtigen Seite. Denn durch das von der LINKEN durchgesetzte Vergabegesetz »wird durch öffentliche Aufträge niemand mehr arm«, unterstrich er. Doch ergänzte der Politiker, der 1990 parteilos, auf dem FDJ-Ticket und als Jüngster in den brandenburgischen Landtag gezogen war, dies sei eine Lohnuntergrenze, mehr nicht. Damit sei es immer noch »kein Lohn, von dem man gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hat«.

Seine politische Sozialisierung habe nach 1990 begonnen, schätzte er für sich ein. Kommunalpolitische Erfahrungen habe er als Bürgermeister von Königs Wusterhausen zwischen 2002 und 2009 gesammelt.

Ludwig dankte dem scheidenden Landesvorsitzende Thomas Nord für eine »stolze Bilanz«. Die märkische LINKE verzeichnet einen Wählerzuspruch zwischen 25 und 30 Prozent. Nord selbst stellte sich gestern hinter den Antrag des Barnimer Kreisverbandes, einen Kontowechsel weg von der Deutschen Bank vorzunehmen. Angeregt wird darin, die Finanzgeschäfte über eine Sparkasse, die GLS Bank oder die Ethikbank abzuwickeln. Dankbar zeige sich die LINKEN mit diesem Schritt nicht. Denn in der Begründung hieß es: »Anfang der 90er Jahre war nicht jede Bank bereit, der Vorgängerpartei PDS ein Konto zu geben. Doch die Zeiten haben sich geändert.«

Mit einem Gegenkandidaten auf dem zweitätigen Parteitag am Wochenende rechnet Ludwig nicht. Es wäre sehr unfair, wenn sich jetzt noch jemand diesbezüglich offenbaren würde, ein solcher Umgang mit den Delegierten wäre »nicht fein«.

Offen blieb, ob die LINKE den Verfassungsschutz abschaffen wolle. Ein im Umlauf befindlicher Antrag existiere nur »als Entwurf« hieß es am Rande.

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