»Ich akzeptiere es als Grieche nicht, dass mein Land von Herrn Schäuble beleidigt wird«, erboste sich Griechenlands Präsident Karolos Papoulias. »Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland verhöhnt?«
Was die Empörung des 82-jährigen Staatsoberhauptes überkochen ließ, waren die jüngsten Empfehlungen des deutschen Finanzministers für die Einsetzung eines sogenannten Sparkommissars in dem gebeutelten Hellas.
Papoulias' Philippika, deren Ausbruch am Mittwoch während eines Mittagessens im Athener Verteidigungsministerium erfolgt war, sorgte am Donnerstag in der Landespresse für Schlagzeilen. »Wir waren stets stolz nicht nur auf die Verteidigung unserer Freiheit, sondern auch auf diejenige Europas«, betonte Papoulias, der im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazibesetzung seiner Heimat gekämpft hatte.
Die Boulevardzeitung »Eleftheros Typos« setzte noch einen drauf und titelte »Junta des Schäuble«. Dessen Empfehlung einer Expertenregierung nach italienischem Vorbild sei eine grobe Einmischung in die griechischen Angelegenheiten.
Auch für den Vorsitzenden des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach, geht es »in höchstem Maße ungerecht« zu. Womit der CDU-Politiker allerdings nicht die Pression der Griechen meinte, sondern die Verbalattacke ihres Staatschefs gegen Bosbachs Parteikollegen Wolfgang Schäuble. Diese sei »ein neuer negativer Höhepunkt der Kritik an Deutschland und anderen stabilitätsorientierten Ländern in der Eurozone«, beklagte sich Bosbach gegenüber dem Sender N24. Gerade Schäuble habe sich immer bemüht, Griechenland zu helfen.
Immerhin hält auch der frühere Vizepräsident der EU-Kommission Günter Verheugen den Umgang mit Griechenland für respektlos. Der SPD-Mann zeigte sich im Südwestrundfunk gar »entsetzt« über die aktuelle Tonlage. Ein Volk könne man nicht behandeln, »als bestünde es aus Kriminellen«.
Während das kranke Land am südlichen Balkan weiter ins Siechtum treibt, zeigte die russische Zeitung »Moskowskije Nowosti« eine bemerkenswert klare Sicht auf die griechische Tragödie. Die ursprünglichen Ursachen der Krise, schrieb das Blatt, seien »längst ohne Bedeutung, weil gerade die Antikrisenmaßnahmen zur Hauptquelle der sich vertiefenden Krise geworden sind«.
Laut Umfragen kämen bei Wahlen in Griechenland die zerstrittenen linken Parteien zusammen auf 43,5 Prozent (Demokratische Linke 16 Prozent, Kommunisten 14 Prozent und Bündnis der Radikalen Linken 13,5 Prozent).
Griechenland befindet sich am Rande des Staatsbankrotts. Der Ausstieg aus dem Euro droht wie ein Damoklesschwert. Die Regierungsbildung nach den Parlamentswahlen, bei der die Linke stark zulegte, aber auch Rechtsextreme profitierten, war erfolglos. Nun stehen dem Land weitere Neuwahlen bevor. Siehe auch: Dossier Finanzkrise
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der mann hatte während der militärdiktatur in griechenland 1967 in der bundesrepublik asyl gefunden, konnte hier studieren und als anwalt arbeiten. zum dank hetzt er heute die europäer gegeneinander auf. "wer ist herr schäuble? wer sind die holländer? wer sind die finnen?"
das sind die leute, die ihm und seinen generälen die rechnungen bezahlen.
hoffentlich hat das bald ein ende.
Ja ja, oben, ein Malheur, der Computer und die dummen Finger..sorry
Herr Hansen schlägt gegen Papoulias nationalistische Töne an, der Mann habe in der BRD studieren dürfen und sich daher gefälligst dafür dankbár zu erweisen, auch wenn sein Volk von Milliardärs-Amiga Merkel pauschal als faul und urlaubsgeil diffamiert wurde. Hat er seine Studiengebühren nit bezahlt? Hat er in der BRD gefaulenzt? Wenn Papoulias den Troika- und Merkotzi-Finanz-Imperialismus angreift, hat er recht. Sein Angriff auf Völker ist allerdings schlecht abstrakt und halt auch nationalistisch. wobei die Mehrheit seines Volkes zuvor arrogant und herrenschmenschlich diffamiert wurde.
Die Europäer, Herr Hansen, werden durch die von der BRD u.a. mittels Dumpinglöhnen immer mehr EU-Wirtschaften niederkonkurrierende Exportwalze zusehends in reiche und arme Völker dividiert. Für die Politik dieser Entwicklung sind aber die reichen Machteliten veranrtwortlich. Die lenken davon ab mit destruktivem Nationalismus.
Eine richtige Analyse der Krise darf es nícht geben Die tieferen Ursachen, die dieser skandalösen Entwickung letztlich zugrunde liegen , die durch die Mikrochiprevolution exyplodierte Ausweitung des konstanten Kapitals und die dadurch waschsende Elimination des variablen, Mehrwert produzierenden Kapitals usw. dürfen nicht in den Blick kommen. generieren zunächst die Verarmung des EU-Ost- und Südgürtels, In Griechenland, Spanien, Portugal, Rumänien usw. zeigen sich überall ähnliche Symptome des kapitalistischen Verfalls.
Milliardärs-Amiga Merkel und ihr Milliardärsspezi Sarkotzi setzen die tiefendialektischen ökonomischen Krisenprozesse in Brüningsche Massenverelendungspolitik und ablenkende Hetze um. Historisch ist solche Politiik präfaschistisch, indem sie -wie nach 1929 Brüning-zusehends rechte Diktaturen zugunsten Rreicher , statt eines wirklich sozialen Europas auf den Weg bringt. I h r Éuropa. Herr Hansen, ist das Europa neoliberaler Reicher!
... und wer zum Henker ist Herr Hans-Hansen?! Assoziationen mit "Der Henker" in Berlin-Oberschöneweide und NPD wären rein zufällig :-ppp
"Sein Angriff auf Völker ist allerdings schlecht abstrakt und halt auch nationalistisch."
... seine - übrigens berechtigte Empörung - verstehe ich eher als Metapher, denn da werden eher nicht "die Völker" angegriffen sondern vielmehr deren Abgesandte in die Eurokratie, die dank Merkotzy faschistoides Gedankengut wieder salonfähig macht :-(
... uneingeschränkte tätige Solidarität mit der griechischen Bevölkerung muß für alle Linken jetzt auf der Prioritäten-Agenda stehen, denn nach dem Plattmachen Griechenlands, Italiens, Spaniens, Portugals etc. pp sind auch die Bevölkerungen Rest-Europas vollends zur Versklavung freigegeben :-(
... Großdeutschland ist wieder größenwahnsinnig! Den Anfängen kann nicht mehr gewehrt werden, wir stecken längst mitten drin, Mitterand hatte 1989 ( www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Als-die-Mauer-fiel-sah-Mitterand-ein-neues-Drittes-Reich-am-Horizont/story/14412139 ) recht behalten :-(
Wir sind alle Griech*nnen!
... Kundgebung vor der Griechischen Botschaft, Kurfürstenstraße 130, am Wittenbergplatz in Berlin am Samstag, den 18. Februar von 13 - 16 Uhr ( www.alex11.org/events/berlin-we-are-all-greeks-sat-feb-18-international-day-of-action/ )
... wegen des morgigen BERECHTIGTEN Streiks der BVG'lerInnen wird es leider für mich und viele andere SympathisantInnen schwierig bis unmöglich, an der Kundgebung teilzunehmen :-(((((
Griechenland-Solidaritätsaufruf von www.okv-ev.de/
... als jpg-Datei unter www.carookee.net/forum/freies-politikforum/19/28760355#28760355
Aktuelle Ausgabe: 26.05.2012
EU feiert Griechenlands Kniefall Parlamentsabstimmung zum Sparpaket von Ausschreitungen begleitet
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