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22.02.2012

Gendarmenmarkt gesperrt

Gedenken an Opfer rechter Gewalt am Donnerstag

(dpa/nd). Wegen der zentralen Gedenkveranstaltung für die Opfer der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle ist am Donnerstag der Gendarmenmarkt in Berlin gesperrt. Der Deutsche Dom und der Französische Dom bleiben ganz geschlossen, wie ein Polizeisprecher am Dienstag in Berlin sagte. Rund um den Gendarmenmarkt in Mitte dürfen keine Autos und Fahrräder parken. Auf der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung im Konzerthaus spricht unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Indizien für Aktionen von Rechtsextremen gibt es der Polizei zufolge nicht. »Wir gehen davon aus, dass der Opfer in Ruhe gedacht werden kann und niemand dabei stört.« Mit dem zentralen Gedenken in Berlin soll der neun Kleinunternehmer türkischer und griechischer Herkunft sowie einer Polizistin aus Heilbronn gedacht werden, die von den seit 1998 untergetauchten Jenaer Neonazis erschossen worden waren.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) beteiligen sich am Donnerstag ebenfalls an einer bundesweiten Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer rechtsextremer Gewalt. U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen werden um 12 Uhr kurz stoppen. Zu der Schweigeminute haben der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Arbeitgeberverbände aufgerufen. An den Bundesbehörden in Berlin und Bonn ist Trauerbeflaggung angeordnet.

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

  • Kampf gegen Rechts

    Die Enttarnung des Zwickauer Nazitrios rückt den Kampf gegen Rechts wieder in den Mittelpunkt der Debatte. Doch oft erschwert die die Politik die Arbeit von Initiativen gegen Rechtsextremismus, denn die Projekte haben mit Mittelkürzungen und der Extremismusklausel zu kämpfen.

  • NSU und Verfassungsschutz

    Die Aufdeckung der neun Morde und weiteren Straftaten des NSU hat einen politischen Skandal ausgelöst und grobe Unterlassungen und Versäumnisse des Verfassungsschutzes ans Licht gebracht. Hinweise auf Morde und auf weitere Straftaten wurden früh ignoriert, wichtige Akten vernichtet.

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