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Tote bei Unglück in Buenos Aires

Zug rammt ungebremst Bahnsteig

Mindestens 550 Menschen sind bei einem schweren Zugunglück in einem Bahnhof der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires verletzt worden. Die Behörden bestätigten, dass es Tote bei dem Unfall gab. Derzeit gebe es noch ein großes Durcheinander, sagte ein Zivilschutzsprecher. Nach unbestätigten Informationen der Tageszeitung »Clarin« starben mindestens 20 Menschen bei dem Unfall. Ein Reporter der Zeitung habe am Unglücksort gesehen, wie die Leichname geborgen worden seien.

Ein Nahverkehrszug war am Mittwoch mit 26 Kilometern pro Stunde in den Bahnhof Once im Westen der Millionenstadt eingefahren und erst an einem Prellbock zum Stehen gekommen. Unglücksursache ist vermutlich ein Bremsschaden, wie Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi in einer ersten Stellungnahme vermutete. Vor allem die ersten Waggons wurden bei dem Aufprall schwer demoliert. Die Feuerwehr versuchte, eingeschlossene Passagiere aus den Waggons zu befreien.

Schätzungen zufolge waren bis 2000 Menschen im Zug. Eine Passagierin berichtete, der Zug habe nicht abbremsen können. Er sei entgleist und es habe eine Kollision gegeben. Der Zug sei aber nicht mit einem anderen Zug zusammen gestoßen. »Viele Menschen fielen auf mich. In meinem Waggon wurde viele verletzt«, sagte ein Passagier, der sich den Arm brach.

Das Unglück ereignete sich in der morgendlichen Hauptverkehrszeit. Viele Verletzte mussten durch Fenster aus den Waggons gehoben werden. Der Bahnhof Once liegt im Westen von Buenos Aires und wird täglich von hunderttausenden Passagieren genutzt. Im September letzten Jahres waren in Buenos Aires bei einem Unfall mit zwei Nahverkehrszügen und einem Bus elf Menschen tödlich verunglückt. dpa

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