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Luchs
07.03.2012

Ministerin kontra Expertenrat

Kontroverse um Kitas in Rheinland-Pfalz

Mainz (nd-Luchs). Der Einschätzung des Aktionsrats Bildung, die deutschen Kindergärten seien pädagogisch nur mittelmäßig, hat die rheinland-pfälzische Familienministerin Irene Alt (Grüne) vehement widersprochen. Die Wissenschaftler hatten in ihrem Jahresgutachten dringend gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern angemahnt, um die Ausbildung des Personals zu verbessern und es besser zu bezahlen.

Die Mainzer Ministerin betonte, die Erzieherinnen und Erzieher im Land würden entsprechend aus- und fortgebildet. Es seien Standards festgeschrieben, um die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung an den Kitas zu garantieren. Die Familienministerin nannte in diesem Zusammenhang die Sprachförderung und das Programm »Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an« aus dem Jahr 2005. Später sei dann eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, die sich mit der Qualitätssicherung beschäftige.

Zur Forderung des Aktionsrats Bildung nach mehr Erzieherinnen und Erziehern mit einem pädagogischem Studium, sagte Irene Alt, sie begrüße grundsätzlich die Akademisierung des Erzieherberufs - aber nicht, weil die derzeitige Ausbildung nicht gut genug sei. Durch die Einführung von Studiengängen werde der Beruf aufgewertet.

In Rheinland-Pfalz wird der Studiengang »Bildungs- und Sozialmanagement mit Schwerpunkt frühe Kindheit« an der Fachhochschule In Koblenz angeboten. Die Wissenschaftler des Aktionsrats hatten vorgeschlagen, für bereits im Beruf tätige Erzieherinnen und Erzieher berufsbegleitende Studiengänge auszubauen.

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