Von Andreas Fritsche
30.03.2012
Brandenburg

148 534 ohne Job

Arbeitslosenquote sank um 0,4 auf 11,1 Prozent

»Unverändert profitieren ältere Arbeitslose kaum von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung«, bedauerte gestern der Landtagsabgeordnete Andreas Bernig (LINKE). »Gegenüber März 2011 verzeichnet die Statistik einen Rückgang um 1,4 Prozent, bei Jugendlichen sind es 11,5 Prozent.«

148 534 Brandenburger sind derzeit erwerbslos gemeldet. Das sind 5605 weniger als vor einem Monat und 8443 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank innerhalb eines Monats um 0,4 auf 11,1 Prozent. Sie liegt damit 0,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Es sind 1721 Jüngere im Alter von 15 bis 25 Jahren und 54 588 Ältere ab 50 Jahre erwerbslos registriert. Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt zeige sich in Brandenburg besonders deutlich, meinte gestern Dieter Wagon, Regionaldirektionschef der Arbeitsagentur. In den ersten beiden Monaten des Jahres sei die Arbeitslosenzahl um mehr als 5600 gefallen. Es seien bereits 14 000 neue Stellen gemeldet worden und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liege um mehr als 14 000 über dem Vorjahreswert. Bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur erkundigten sich 1,5 Prozent mehr Jugendliche wegen einer Lehrstelle. Es gibt jedoch auch 3,5 Prozent mehr betriebliche Ausbildungsplätze, bemerkte Wagon.

Im März habe Frühling auf dem Arbeitsmarkt geherrscht, frohlockte der SPD-Landtagsabgeordnete Detlef Baer. Er zeigte sich optimistisch, dass in den kommenden Monaten weitere Erfolge verbucht werden können. »Wir dürfen uns aber nicht zurücklehnen. Das Beispiel Schlecker zeigt, dass der Kampf gegen Arbeitslosigkeit eine ständige Aufgabe von Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften ist.«

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