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Stefan Otto lehnt die Pläne für den Mauerpark ab
02.04.2012
Meine Sicht

Ein Park als Beute

Stefan Otto lehnt die Pläne für den Mauerpark ab

Die Realpolitik hat über den Mauerpark entschieden. Von der möglichen 10,5 Hektar umfassenden Erweiterung werden lediglich drei Hektar zur Grünfläche. Die übrigen 7,5 Hektar bleiben Privateigentum, und dafür schreibt der Bezirk nur eine grobe Nutzung vor. Im Süden, an die Bernauer Straße angrenzend, soll demnach keine Bebauung erfolgen - was begrüßenswert ist - dafür wird dort aber eine ausufernde Gewerbefläche über vier Hektar entstehen. Natürlich werden die Zäune dort nicht eingerissen und Schilder, auf denen »Privatgrundstück« steht, nicht abgenommen. Wenn der Betreiber des Flohmarktes aber eine große Summe für das Areal in die Hand nimmt, dann darf davon ausgegangen werden, dass er das Gelände gewinnbringend entwickeln wird. Niemand sollte sich darauf verlassen, dass es beim charmanten sonntäglichen Trödel bleibt.

Für den Bereich nördlich des Gleimtunnels gibt es einen Vorschlag für genossenschaftliches Wohnen. Dass dies auch für Geringverdiener attraktiv sein wird, darf bezweifelt werden, denn dafür sind die Rahmenbedingungen schlecht. Schließlich ist die CA Immo als Eigentümerin des Geländes auf ein Geschäft aus, und eine Wohnungsbauförderung gibt es in Berlin nicht mehr. Das Wohnen wird dort also seinen Preis haben.

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