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Von Alexander Ludewig
03.04.2012

Wer träumt schon gern vom Halbfinale?

Nach torlosem Remis empfängt Barcelona den AC Mailand heute zum Viertelfinalrückspiel

In München haben sie ein neues Lieblingslied. Der Hit kommt von den Fans des FC Bayern und wird seit Wochen auf jedem Fußballplatz gesungen. »Hey - hey - who the fuck is Barcelona?«, schallt es immer wieder aus der Kurve der Roten. Heute, wenn die Münchner zum Viertelfinalrückspiel in der Champions League Olympique Marseille empfangen, müsste schon viel schiefgehen, dass die Frage, »wer zum Teufel Barcelona ist« nicht angestimmt wird. Mit dem 2:0 aus dem Hinspiel geht der deutsche Rekordmeister mit einem komfortablen Polster in die Partie.

Entstanden ist der neue Gassenhauer Anfang März beim 7:1-Sieg gegen Hoffenheim und spielte auf den Erfolg des FC Barcelona in gleicher Höhe drei Tage zuvor im Achtelfinale der Champions League gegen Bayer Leverkusen an. Seitdem hat das neue Liedgut einen festen Platz im Repertoire der Fans. Aber nicht nur, weil der FC Bayern seitdem weitere Kantersiege (7:0 gegen Basel, 6:0 gegen Hertha BSC) feiern und all seine fünf Pflichtspiele gewinnen konnte. Sondern auch, weil der anfangs gesungene Spaß mittlerweile auch für einen ernsthaften Traum steht. Das Finale der Champions League im eigenen Stadion gegen den besungenen FC Barcelona.

Denn erst am 19. Mai, im Endspiel, können die Bayern auf die immer noch beste Vereinsmannschaft treffen. Es ist wohl der künstlerischen Freiheit geschuldet, dass im Liedtext das Halbfinale ausgespart wird. Ein Weiterkommen der Münchner heute Abend vorausgesetzt, wird der Gegner dort aller Wahrscheinlichkeit nach Real Madrid heißen. Eben jener Klub, der in der spanischen Liga mit sechs Punkten Vorsprung auf Barcelona führt. Aber erstens passt Madrid nicht zum Rhythmus des Gesangs. Und zweitens: Wer träumt denn schon gern nur vom Halbfinale?

Eine, nein die andere Frage, wer denn nun Barcelona sei, stellen die Münchner singend nur rhetorisch. Der FC Barcelona ist nach wie vor das Maß der Dinge im Klubfußball. Dreimal gewannen die Katalanen in den vergangenen sechs Jahren die Champions League und standen zudem zweimal im Halbfinale. In dieser Saison will Barca endlich als erste Mannschaft seit Einführung des Wettbewerbs 1992 den Titel verteidigen. »Wir wollen alles gewinnen«, tönte Stürmer Pedro nach dem jüngsten 2:0-Sieg in der Primera Division am Sonnabend gegen Athletic Bilbao.

Nach einer etwas schwächeren Saisonphase ist Barcas Selbstbewusstsein wieder so groß, dass selbst der Rückstand in der Liga auf Real Madrid aufholbar klein erscheint. Von den vergangenen elf Pflichtspielen gewann der FC Barcelona zehn. Nur eines nicht, das Viertelfinalhinspiel der Champions League beim AC Mailand. Torlos trennten sich beide Teams am letzten Mittwoch.

Zu null gegen Barca - das war in der Königsklasse seit fast zweieinhalb Jahren und 29 Spielen keinem Gegner mehr gelungen. Milans Trainer Massimiliano Allegri geht entsprechend optimistisch ins heutige Rückspiel: »Die beste Mannschaft der Welt zweimal hintereinander torlos zu halten, ist sehr schwierig. Aber unsere Offensive ist auch immer für einen Treffer gut.« Wie im September, im Gruppenspiel, als der Brasilianer Thiago Silva im Camp Nou in der letzten Spielminute zum 2:2 ausglich. Milans Stürmer Pato, der damals die Führung erzielt hatte, meldete sich nach einer Verletzungspause rechtzeitig fit.

Aufstellung und Spielweise der Gegner haben in Barcelona einen geringeren Stellenwert. Der Ball rotiert sowieso meist in den eigenen Reihen. Und wenn das Kombinationsspiel läuft, laufen alle anderen hinterher. Dass Barca hingegen in Bestbesetzung auflaufen kann, dürfte dafür in Mailand ungute Gefühle hervorrufen. In München dagegen folgender Satz von Pedro: »Wir erleben unsere beste Phase der Saison.« Denn wer träumt denn schon gern nur vom Finale? Barca will den Titel!

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