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Von Fabian Lambeck
04.04.2012

In Bitterfeld wird es finster

Solarkonzern Q-Cells insolvent - 2200 Arbeitsplätze in Gefahr

Der ostdeutsche Solarhersteller Q-Cells musste am Dienstag Insolvenz anmelden. Wie es mit dem Pleitekonzern weitergeht, ist derzeit noch unklar.

Am Dienstag war es so weit: Das ehemalige Vorzeigeunternehmen Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen stellte Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Grund für diesen Schritt war die Weigerung einiger Gläubiger, das Sanierungskonzept mitzutragen. Demnach sollten die Anleihebesitzer zu den größten Eigentümern des Solarkonzerns werden. Ausgerechnet einige der kleineren Gläubiger - die zusammen auf weniger als zehn Millionen Euro kommen - sprachen sich gegen den Plan aus. Diese zehn Millionen sind »Peanuts« im Vergleich zu den 846 Millionen Euro Verlust, die der Konzern im letzten Jahr machte. 2011 war der Umsatz der Bitterfelder um ein Viertel auf rund eine Milliarde Euro eingebrochen. Q-Cells ist kein Einzelfall. Es ist bereits die vierte größere Pleite in der Branche. Die deutsche Solarindustrie steckt in der Krise: Neben den Förderkürzungen bei der Solarenergie setzt den Unternehmen vor allem die Billigkonkurrenz aus China zu.

Die 2200 Q-Cells-Mitarbeiter in Bitterfeld-Wolfen und Malaysia fürchten nun um ihre Jobs. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zeigte sich gestern gelassen: Es gehe nun darum, eine »vernünftige Fortsetzungslösung« für das Unternehmen zu finden, sagte Haseloff im MDR. Zum Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Henning Schorisch aus Halle bestellt. Der Jurist wird das Unternehmen für die Dauer des Verfahrens leiten.

Jan Korte, Bundestagsabgeordneter der LINKEN aus Bitterfeld-Wolfen, forderte am Dienstag einen Fünf-Punkte-Plan zur Rettung der deutschen Solarbranche. Dazu zählen neben einer Rücknahme der Kürzungen bei der Solarförderung auch staatliche Bürgschaften und Kredite für kriselnde Firmen. Zudem drängt Korte auf »ein staatliches Solarinvestitionsprogramm für Bundes-, Landes- und kommunale Projekte«.

Siehe auch:
Sonnenklar - Standpunkt von Jörg Meyer
Dämmerung in der Solarbranche

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